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EQS-News: Mutares SE & Co. KGaA
/ Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung
Mutares erzielt im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse im Konzern von EUR 1.678,7 Mio. – Unterzeichnete Exit-Transaktionen im Auftaktquartal spiegeln hohe Harvesting-Dynamik wider
München, 12. Mai 2026 – Die Mutares SE & Co. KGaA (ISIN: DE000A2NB650) („Mutares“ oder „Mutares-Holding“ und, zusammen mit ihren Tochterunternehmen, „Mutares-Konzern“) hat die Zahlen für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Der Auftakt in das Geschäftsjahr 2026 verlief auf der Transaktionsseite bis zum heutigen Veröffentlichungstag sehr vielversprechend mit einer hohen Exit-Dynamik. Der Vorstand von Mutares bekräftigt den mit dem Geschäftsbericht 2025 kommunizierten Ausblick auf das Gesamtjahr sowie den Mittelfristausblick bis 2030. Weiteres Wachstum auf Konzernebene Die Umsatzerlöse der Mutares-Holding, die aus Beratungsleistungen und Management Fees aus den Portfoliounternehmen resultieren, erreichten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 EUR 24,9 Mio. (Vorjahr: EUR 26,2 Mio.). Das Nettoergebnis der Mutares-Holding belief sich für die ersten drei Monate 2026 auf EUR -0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 29,5 Mio.). Im Jahresvergleich ist der im Vorjahr erfolgte Teil-Exit bei Steyr Motors zu berücksichtigen. Der Mutares-Konzern erzielte im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse von EUR 1.678,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1.526,2 Mio.). Der Anstieg ist insbesondere auf die hohe Akquisitionsaktivität zurückzuführen. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) wird regelmäßig von transaktionsbedingten Effekten wie Gewinnen aus günstigem Erwerb („Bargain Purchase“) der abgeschlossenen Akquisitionen sowie Entkonsolidierungseffekten beeinflusst und belief sich in den ersten drei Monaten 2026 auf EUR 162,4 Mio. (Vorjahr: EUR 379,7 Mio.). Das insbesondere um die transaktionsbedingten Einflüsse bereinigte Adjusted EBITDA[1] lag im ersten Quartal 2026 bei EUR 11,1 Mio. (Vorjahr: EUR -30,1 Mio.). Das Adjusted EBITDA war im ersten Quartal insbesondere von den Neuakquisitionen des Geschäftsjahres 2025, allen voran Kawneer, F.lli Ferrari, sowie von einem weiterhin herausfordernden Umfeld bei Lapeyre und Byldis geprägt. Dem stehen erfreuliche Restrukturierungs- und Entwicklungsfortschritte bei Magirus, Sofinter, Efacec, Donges, SFC Solutions, NEM Energy und Guascor Energy gegenüber. Rekord-Pipeline auf der Buy- und Sell-Side – weitere Exits eingeleitet Zu den Highlights auf der Transaktionsseite im ersten Quartal zählt die im Januar 2026 unterzeichnete Vereinbarung zum Erwerb des Geschäftsbereichs Engineering Thermoplastics in Amerika und Europa von SABIC. Das Closing wird Ende des zweiten Quartals 2026 erwartet. Mit diesem Zukauf mit einem Umsatz von rund EUR 2,0 Mrd. sowie einem Eigenkapital von rund EUR 2,0 Mrd. handelt es sich um die größte Akquisition in der Historie von Mutares. Das erste Quartal war insbesondere von einer beschleunigten Exit-Aktivität geprägt. Mutares konnte mit den erfolgreichen Verkäufen von Kalzip und WIJ Special Media (vormals Teil von Prénatal) weitere Wertrealisierungen beziehungsweise Portfoliooptimierungen erzielen. Zudem unterzeichnete Mutares Vereinbarungen zum Verkauf von inTime Group, Relobus, Conexus und Peugeot Motocycles mit Closings jeweils nach dem Stichtag zum ersten Quartal. Darüber hinaus verfügt Mutares derzeit über die größte Exit-Pipeline der Unternehmensgeschichte mit mehreren belastbaren und wesentlichen Verkaufsprozessen und erwartet hieraus im weiteren Jahresverlauf zusätzliche attraktive Exits mit erheblichem Wertschöpfungspotenzial, insbesondere bei Beteiligungen aus den Bereichen Defense, Energie und Energieinfrastruktur im Segment Energy & Technology[2]. Optimierung der Segmentzuordnung – insgesamt erfreuliche Entwicklung in den Segmenten Mutares hat im Zuge der Berichterstattung die Segmentierung des Portfolios nachgeschärft. Die Neusegmentierung der Beteiligungen folgt einer klaren strategischen Logik entlang von Wertschöpfungsketten, Endmärkten und operativen Steuerungsanforderungen. Ziel ist es, die Portfoliounternehmen stärker nach industriellen Logiken statt nach historischen Zuordnungen zu clustern und damit Synergien sowie Transparenz zu erhöhen. So werden ehemals dem Segment Energy & Technology (bisherige Bezeichnung: Engineering & Technology) zugeordnete Beteiligungen wie Donges Group, Byldis oder Gemini Rail & ADComms in das im Geschäftsjahr 2025 neu geschaffene und nun umbenannte Segment Infrastructure & Defense (bisherige Bezeichnung: Infrastructure & Special Industry) überführt, da ihre Geschäftsmodelle primär infrastrukturelle Anwendungen (Brückenbau, Schienenverkehr, verteidigungsnahe Projekte) adressieren und damit von strukturellem staatlichem Investitionsbedarf profitieren. Die Umgliederung von Alterga und Nervión Industries aus Goods & Services in Infrastructure & Defense reflektiert deren zunehmende Ausrichtung auf industrielle Dienstleistungen im Energie-, Industrie- und Infrastruktursektor. Damit lassen sich operative Verbesserungsprogramme, Projektgeschäft und Margenprofile besser vergleichen und steuern. Im Segment Goods & Services verbleiben hingegen klar konsum- und distributionsnahe Geschäftsmodelle wie Hamberger, Prénatal oder Gläserne Molkerei, bei denen Markenführung, Endkundenorientierung und operative Effizienz im Vordergrund stehen. Die im Januar 2026 unterzeichnete Vereinbarung zum Erwerb des Geschäftsbereichs Engineering Thermoplastics in Amerika und Europa von SABIC bildet die Grundlage des neuen Segments „Chemicals & Materials“, in dem auch Beteiligungen wie Greer Steel (per 31. Dezember 2025 im Segment Engineering & Technology) und Holliday Pigments gebündelt werden. Ziel ist es, eine integrierte Plattform für Werkstoffe, Spezialchemikalien und Vorprodukte aufzubauen. Diese Bündelung folgt der strategischen Stoßrichtung, entlang der Materialwertschöpfung (Metalle, Polymere, Pigmente) Skaleneffekte sowie Cross-Selling-Potenziale zu heben. In Summe dient die Neusegmentierung somit drei zentralen Zielen: erstens einer klareren strategischen Positionierung der Segmente entlang wachstumsstarker Endmärkte, zweitens der verbesserten operativen Steuerung durch homogenere Geschäftsmodelle und drittens der Schaffung von Plattformen für gezielte Add-on-Akquisitionen und Exit-Optimierung. Die Umsatzerlöse des Segments Automotive & Mobility[3] beliefen sich für das erste Quartal 2026 auf EUR 699,9 Mio. (Vorjahr: EUR 627,1 Mio.). Ursächlich für den Anstieg waren vor allem die Akquisitionen des Segments, allen voran von Matikon Trim im Geschäftsjahr 2025 als Add-on-Akquisition für Amaneos. Das EBITDA im Segment Automotive & Mobility belief sich für das erste Quartal 2026 auf EUR 17,2 Mio. (Vorjahr: EUR 68,4 Mio.). Das Adjusted EBITDA lag in den ersten drei Monaten 2026 bei EUR 9,1 Mio. (Vorjahr: EUR 30,2 Mio.). Das Adjusted EBITDA konnte – insbesondere aufgrund der verbesserten Profitabilität bei SFC sowie den positiven Ergebnisbeiträgen von Zendra und HST/HSR – positiv beeinflusst werden. Die Portfoliounternehmen des Segments Energy & Technology3 erzielten im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse von EUR 238,0 Mio. (Vorjahr: EUR 221,7 Mio.). Zur Umsatzentwicklung trugen insbesondere die organischen Umsatzanstiege bei NEM Energy, Efacec und Ganter bei. Das EBITDA belief sich auf EUR 27,2 Mio. (Vorjahr: EUR -16,0 Mio.). Das Adjusted EBITDA belief sich auf EUR 21,5 Mio. (Vorjahr: EUR -14,6 Mio.) und spiegelt unter anderem die positive Entwicklung bei Sofinter, NEM Energy, Efacec, und Guascor Energy mit einem jeweils erfreulichen Anstieg der Profitabilität wider. Die Beteiligungen des Segments Infrastructure & Defense3 erzielten im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse von EUR 455,1 Mio. (Vorjahr: EUR 392,3 Mio.). Der Anstieg resultiert dabei insbesondere aus den Neuakquisitionen, vor allem von GDL, F.lli Ferrari, Nervión und inTime. Das EBITDA des Segments erreichte EUR 8,3 Mio. (Vorjahr: EUR 367,3 Mio.), das Adjusted EBITDA lag bei EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR -12,7 Mio.). Die Umsatzerlöse des Segments Goods & Services3 beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf EUR 272,3 Mio. (Vorjahr: EUR 286,0 Mio.). In der Umsatzentwicklung des Segments spiegeln sich vor allem die Akquisitionen im Laufe des Geschäftsjahres 2025 wider, allen voran Kawneer, sowie die Akquisition der Mimovrste im ersten Quartal 2026, und gegenläufig die Exits des Geschäftsjahres 2025 sowie die organisch rückläufige Umsatzentwicklung bei Lapeyre und Stuart. Das EBITDA des Segments lag im ersten Quartal 2026 bei EUR 77,8 Mio. (Vorjahr: EUR -39,3 Mio.), das Adjusted EBITDA bei EUR -22,8 Mio. (Vorjahr: EUR 29,6 Mio.). Die Entwicklung ist durch die im Zuge der rückläufigen Umsatzerlöse belasteten Profitabilität bei Stuart und Lapeyre und den negativen Ergebnisbeitrag der Zukäufe aus dem Geschäftsjahr 2025 und dem ersten Quartal 2026 negativ beeinflusst. Das Segment Chemicals & Materials erzielte im ersten Quartal 2026 Umsatzerlöse von EUR 13,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Im Umsatz wirkte sich der im Februar 2026 abgeschlossene Erwerb von Holliday Pigments positiv aus. Das EBITDA des Segments belief sich für das erste Quartal 2026 auf EUR 26,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Das Adjusted EBITDA betrug EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.). Hierin spiegelt sich vor allem der noch negative Ergebnisbeitrag der neu erworbenen Greer Steel wider. Das Adjusted EBITDA fluktuiert signifikant entlang der drei Phasen der Wertschöpfung, die Beteiligungen üblicherweise während ihrer Zugehörigkeit zu Mutares durchlaufen (Realignment, Optimization und Harvesting). Wie in der Vergangenheit wurde die Einteilung des Portfolios in diese drei Phasen mit der Veröffentlichung der Ergebnisse zum ersten Quartal des Geschäftsjahres auf Basis der erzielten Fortschritte in der Transformation und des vorgelegten und genehmigten Budgets angepasst.
Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Verkürzte Konzern-Bilanz
Ausblick bekräftigt Vor dem Hintergrund der bis zum Aufstellungstag abgeschlossenen und unterzeichneten Transaktionen des laufenden Geschäftsjahres 2026, der Annahmen zu weiteren beabsichtigten Transaktionen im Jahresverlauf sowie der Planungen für die einzelnen Portfoliounternehmen, erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 für den Mutares-Konzern einen Anstieg der Umsatzerlöse auf EUR 7,9 Mrd. bis EUR 9,1 Mrd. (Geschäftsjahr 2025: EUR 6,5 Mrd.). Der Jahresüberschuss der Mutares-Holding wird im Wesentlichen durch Umsatzerlöse aus dem Beratungsgeschäft, Dividenden von Portfoliounternehmen sowie insbesondere auch aus Exit-Erlösen aus dem Verkauf von Beteiligungen beeinflusst. Letztere sollen gemäß der Erwartung des Vorstands auch im Geschäftsjahr 2026 einen überproportionalen Beitrag zum Jahresüberschuss leisten. Insofern geht der Vorstand von Bruttoerlösen (Verkaufspreise) aus den geplanten Exit-Transaktionen, die als Liquiditätszufluss bei der Gesellschaft vereinnahmt werden, im Geschäftsjahr 2026 von deutlich mehr als im Vorjahr aus (Geschäftsjahr 2025: rund EUR 230 Mio.). Auf dieser Basis wird für das Geschäftsjahr 2026 ein Jahresüberschuss für die Gesellschaft in einer Bandbreite von EUR 165 Mio. bis EUR 200 Mio. erwartet. Die zunehmende Internationalisierung, verbunden mit der Etablierung des neuen Segments „Chemicals & Materials“, eröffnet Mutares zusätzliche Wachstumschancen. Dementsprechend strebt der Vorstand bis zum Geschäftsjahr 2030 ein jährliches Wachstum des Konzernumsatzes um mindestens 25 % an. Parallel dazu soll auch der Jahresüberschuss der Mutares-Holding um mindestens 25 % pro Jahr gesteigert werden. Im Hinblick auf die zuvor kommunizierten Mittelfristziele mit einem Konzernumsatz von EUR 10 Mrd. und einem Jahresüberschuss der Mutares Holding von EUR 200 Mio. bis zum Geschäftsjahr 2028 geht Mutares davon aus, diese damit schon deutlich früher zu erreichen. Unternehmensprofil der Mutares SE & Co. KGaA Die Mutares SE & Co. KGaA, München (www.mutares.com), erwirbt als börsennotierte Private-Equity-Holding mit Büros in München (HQ), Amsterdam, Bad Wiessee, Chicago, Frankfurt, Helsinki, London, Madrid, Mailand, Mumbai, Paris, Shanghai, Stockholm, Tokio, Warschau und Wien Unternehmen in Umbruchsituationen, die ein deutliches operatives Verbesserungspotenzial aufweisen und nach einer Stabilisierung und Neupositionierung wieder veräußert werden. Das Unternehmen verfolgt eine nachhaltige Mindest-Dividendenpolitik. Die Aktien der Mutares SE & Co. KGaA werden im Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Kürzel „MUX“ (ISIN: DE000A2NB650) gehandelt und gehören dem Auswahlindex SDAX an.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Mutares SE & Co. KGaA Ansprechpartner Presse Deutschland CROSS ALLIANCE communication GmbH Ansprechpartner Presse Frankreich Ansprechpartner Presse Vereinigtes Königreich
[1] Die Grundlage für die Berechnung des Adjusted EBITDA des Mutares-Konzerns bildet das Konzern-EBITDA, bereinigt um transaktionsbedingte Effekte (Gewinne aus dem günstigen Erwerb von Portfoliounternehmen bzw. Entkonsolidierungsgewinne oder -verluste als Entkonsolidierungseffekte) sowie Restrukturierungs- und sonstige Einmalaufwendungen bzw. -erträge. [2] Ehemals Engineering & Technology, angepasst zu Q1 2026. [3] Die Vergleichszahlen für das erste Quartal 2025 wurden entsprechend der neuen Segmentstruktur angepasst. [4] Die Summe von Zahlen der Segmente oder Wertschöpfungszyklen kann aufgrund von Konsolidierung von den Konzernzahlen abweichen, da einzelne Konsolidierungsebenen weder den Segmenten noch den Wertschöpfungszyklen direkt zugeordnet werden.
12.05.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. |
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