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EQS-Media / 29.10.2026 / 14:30 CET/CEST
von Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24
Die Europäische Zentralbank (EZB) legt auf ihrer heutigen Sitzung eine Zinspause ein und belässt den Einlagensatz bei 2,50 Prozent. Angesichts der jüngsten Turbulenzen an den Aktien- und Anleihemärkten kommt die Entscheidung nicht überraschend.
Die Inflation hatte sich zuletzt wieder deutlich vom EZB-Ziel von 2 Prozent entfernt. Im September stieg die Teuerungsrate in Deutschland auf 3,3 Prozent, im Euroraum sogar auf 3,8 Prozent. Die Hoffnung, der durch den Irankrieg ausgelöste Preisschub könnte sich rasch verflüchtigen, hat sich bislang nicht erfüllt, vielmehr droht sich der Inflationsdruck zu verfestigen. Damit wächst auch die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen – möglicherweise bereits im Dezember, spätestens aber wohl im Laufe des kommenden Jahres. Das Zinsniveau könnte damit länger hoch bleiben, als viele Marktteilnehmer noch vor wenigen Monaten erwartet hatten.
Bauzinsen auf 17-Jahres-Hoch – Entlastung kaum in Sicht
Doch damit nicht genug: Auch die Renditen langfristiger Bundesanleihen sind zuletzt deutlich gestiegen. Neben den hohen Inflationserwartungen belasten die wachsenden Staatsschulden und die zuletzt größeren Unsicherheiten an den Kapitalmärkten.
Die Folge für Immobilieninteressenten: Die Bauzinsen haben zuletzt weiter angezogen und erreichten mit durchschnittlich rund 4,5 Prozent den höchsten Stand seit 17 Jahren. Zwar sind die Konditionen in den letzten Wochen wieder um etwa 0,2 Prozentpunkte zurückgekommen, doch von einer nachhaltigen Entspannung kann keine Rede sein.
Damit bestätigt sich eine Einschätzung, auf die wir an dieser Stelle seit Jahren immer wieder hingewiesen haben: Wer auf dauerhaft sinkende Bauzinsen wartet, könnte am Ende teuer dafür bezahlen. Die günstigeren Finanzierungsfenster früherer Jahre sind längst geschlossen. Wer damals gehandelt hat, dürfte heute in vielen Fällen deutlich besser dastehen.
Schwieriger Markt – bessere Chancen für entschlossene Käufer
Ist es deshalb jetzt mit einer Immobilie zu spät? Keineswegs. Denn die aktuelle Gemengelage hat auch eine andere Seite. Hohe Zinsen, eine schwache Konjunktur und die anhaltende Verunsicherung bremsen die Nachfrage. Für Kaufinteressenten mit ausreichend Eigenkapital und gesicherter Finanzierung kann genau das zum Vorteil werden.
Während die Immobilienpreise langfristig weiter steigen dürften, könnte der Verkaufsdruck auf einzelne Eigentümer und Projektentwickler zunehmen. Nicht jeder Verkäufer kann auf bessere Zeiten warten. Entsprechend wächst der Spielraum, Preisnachlässe auszuhandeln und Objekte unterhalb der ursprünglichen Preisvorstellungen zu erwerben.
Wer finanziell solide aufgestellt ist, sollte solche Gelegenheiten nutzen – statt auf deutlich bessere Zeiten zu hoffen, die womöglich auf Jahre hinaus ausbleiben.
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Über Oliver Kohnen
Oliver Kohnen ist seit 2023 bei Baufi24 als Head of Franchise tätig, seit 2024 auch als Geschäftsführer neben Tomas Peeters. Zuvor war er bei verschiedenen Instituten der Finanzbranche beschäftigt. Er bewertet in seinem Zinskommentar regelmäßig die wirtschaftspolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Bauzinsen.
Über Baufi24
Die Baufi24 Baufinanzierung GmbH ist mit 200 Mitarbeitenden an über 70 Standorten deutschlandweit einer der marktführenden unabhängigen Vermittler für Immobilienfinanzierungen und steht für smarte, innovative Baufinanzierung. Baufi24 vergleicht für Kundinnen und Kunden die Angebote von mehr als 600 Banken, Versicherungen und Bausparkassen mit dem Ziel, Transparenz auf dem Konditionsmarkt zu schaffen und schnelle Finanzierungszusagen zu ermöglichen. Seit April 2022 gehört Baufi24 zur dann gegründeten Bilthouse-Gruppe. Sie vereint als Holding die erfolgreichen Marken von Baufi24, Hüttig & Rompf und Creditweb. Gemeinsam setzen die Unternehmen auf persönliche, digital gestützte und vor allem transparente Finanzierungsberatung für Menschen, die eine Immobilie suchen. Um einen klaren Mehrwert für Endkunden zu schaffen, gehört auch Kredit24 für Privatkredite dazu. Das B2B-Fintech FinLink komplettiert das Angebot als CRM für die Immobilienfinanzierung. Aktuell beschäftigt die Gruppe rund 700 Mitarbeitende mit einem vermittelten Baufinanzierungsvolumen von rund fünf Milliarden Euro pro Jahr. 2026 wurde Baufi24 vom Wirtschaftsmagazin €uro als bester Baufinanzierungsvermittler ausgezeichnet.
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Pressekontakt:
Dirk Ulmer
Kerl & Cie Kommunikationsberatung
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Schlagwort(e): Immobilien
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