Bern, 2. Oktober 2026
Im September wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 21'948 Personenwagen neu zugelassen. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus gegenüber dem sehr schwachen Vorjahr auf 2,7 Prozent. Die wirtschaftliche Lage der Schweizer Automobilbranche bleibt weiterhin angespannt, und der Schweizer Gesamtmarkt hinkt sowohl dem europäischen Trend als auch den Erwartungen aus der Roadmap Elektromobilität 2025 hinterher.
Reinelektrische Autos auf der Überholspur
Die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen hat im September weiter zugelegt. Die Plug-in-Hybride (PHEV), die neben einem Verbrennungsmotor auch über einen batteriegestützten Elektroantrieb und eine Auflademöglichkeit über das Stromnetz verfügen – machten im September 10,3 Prozent der Neuzulassungen aus, so wenig wie noch nie in diesem Jahr. Auf der Überholspur sind hingegen die reinelektrische Antriebe (BEV). Sie machten mit 35,7 Prozent erstmals mehr als ein Drittel der Neuzulassungen aus. Die Steckerfahrzeuge (BEV und PHEV) machen seit Anfang Jahr 26,2 bzw. 11,5 Prozent der Neuzulassungen aus. Bald jeder zweite neue Personenwagen (46 Prozent) verfügte im September über eine elektrische Auflademöglichkeit. Trotz dieser starken Zunahme bleibt die Elektromobilität noch deutlich hinter den Erwartungen aus der Roadmap Elektromobilität 2025 zurück. Die Nachfrage nach Autos mit reinen Benzin- und Diesel-Antrieben nimmt weiter ab, nicht zuletzt wegen den massiv gestiegenen Treibstoffpreisen.
Rekordhohe Treibstoffpreise befeuern Nachfrage nach Elektroautos
Geopolitische Krisen und angespannte Lieferketten haben die Treibstoffpreise auf Rekordhöhen getrieben. Die Treibstoffpreise belasten das Haushaltsbudget von Hundertausenden auf das Auto angewiesenen Bürgern. Und auch die Schweizer Unternehmen sind aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten dringend auf Entlastungsmassnahmen angewiesen. Weil in der Schweiz keinerlei Entlastungsprogramm aufgrund der hohen Energiekosten für die Bürger und Unternehmen vorgesehen ist, scheinen die Fahrzeugkäufer vermehrt auf Elektroantrieb zu setzen.
Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, kommentiert: «Die weiter steigenden Zulassungszahlen von Steckerfahrzeugen im September sind erfreulich. Gleichzeitig verdeutlichen sie die hohe finanzielle Belastung für Pendler und das Transportgewerbe. Bevölkerung und Unternehmen dürfen damit nicht alleingelassen werden. Die Kosten für Mobilität müssen deutlich sinken. Es ist zudem nicht alles Gold was glänzt: Der Hochlauf der Elektromobilität bleibt immer noch um ein Viertel hinter den Projektionen der Roadmap 2025 zurück. Die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität müssen rasch verbessert werden.»
Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.
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Frank Keidel
Mediensprecher
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frank.keidel@auto.swiss
auto-schweiz
auto-schweiz, die Vereinigung der offiziellen Schweizer Automobil-Importeure, engagiert sich für die Stärkung der individuellen und gewerblichen Mobilität und schafft Mehrwert für den Wirtschaftsstandort und den Werkplatz Schweiz. Die 41 Verbandsmitglieder vertreten 63 Marken, importieren mehr als 90 Prozent der Neuwagen in der Schweiz und Liechtenstein, und bedienen damit ihre mehr als 4‘000 Markenvertreter. Mit einem jährlichen Einfuhrwert von über 11 Milliarden Schweizer Franken ist die Schweizer Automobilwirtschaft die drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz. Schweizweit beschäftigt die Autobranche über 120’000 Mitarbeitende.