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EQS-News: elumeo SE
/ Schlagwort(e): Jahresbericht
Geschäftsbericht 2025
Europaweiter Vertrieb des elumeo Konzerns per Live TV und Webshop
KONZERNKENNZAHLEN 2025
INHALTSVERZEICHNIS
06 An unsere Aktionäre 07 Brief des Verwaltungsratsvorsitzenden 09 Der Verwaltungsrat der elumeo SE 11 Kapitalmarktinformationen
13 Zusammengefasster Konzernlagebericht 2025 14 Vorbemerkung 14 Grundlagen des Konzerns 17 Wirtschaftsbericht 19 Ergebnisveröffentlichung 2025 28 Wirtschaftliche Lage der elumeo SE 31 Risiko- und Chancenbericht 41 Prognosebericht 43 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht 43 Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und § 315d HGB 43 Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Konzernerklärung 45 Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289a und 315a HGB 46 Gesamtaussage
48 Konzernjahresabschluss 50 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung 52 Konzern-Bilanz 54 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 56 Konzern-Kapitalflussrechnung
58 Konzernanhang 58 Konzernanhang 110 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 111 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 120 Impressum
An unsere Aktionäre
Brief des Verwaltungsratsvorsitzenden 07 Der Verwaltungsrat der elumeo SE 09 Kapitalmarktinformationen 12
Brief des Verwaltungsratsvorsitzenden Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 hatte die elumeo SE eine Reihe von Herausforderungen zu meistern:
In diesem mehr als schwierigen Marktumfeld hat sich unser Unternehmen dennoch achtbar behauptet:
TEUR -502 (2024: TEUR -813). Maßgeblich für unsere kraftvolle Reaktion auf die zahlreichen Herausforderungen war eine tiefgreifende Restrukturierung, die wir im April 2025 eingeleitet haben – und zwar ergänzend zu zwei bereits im Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Diese neuerliche Restrukturierung war alternativlos, weil wir insbesondere die gestiegenen TV-Verbreitungskosten pro Haushalt sowie die gestiegenen Preise für Gold und Silber nicht vollständig an unsere Kunden weiterreichen konnten.
Zu den Kernpunkten der ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen gehörten insbesondere die verstärkte Ausstrahlung von vollautomatisch erstellten Sendungen auf der Basis bereits produzierten Contents mittels KI-basierter Technologie sowie die Fokussierung des Produktangebots auf Schmuck im Preissegment über 50 Euro. Als Folge dieser Schritte konnten wir die Personalkapazitäten der Juwelo Deutschland GmbH kurzfristig anpassen und annähernd 50 Vollzeitstellen abbauen.
Trotz neuer geopolitischer Konflikte insbesondere in der Golfregion und des nach wie vor anhaltend herausfordernden Marktumfelds gehen wir für 2026 davon aus, dass sich die Konsumentenstimmung leicht aufhellen wird. So erwartet auch der Bundesverband E-Commerce & Versandhandel e.V. (bevh) für den Online-Umsatz mit Waren ein nominales Wachstum von 3,8 %. Von diesem sich abzeichnenden zarten Aufschwung, so sind wir fest überzeugt, wird auch die elumeo SE profitieren können – allerdings nur, wenn wir unsere gelebte Kostendisziplin mit Nachdruck fortschreiben. Im Zusammenspiel mit unserem bereits im Jahr 2023 beschlossenen Wachstumsprogramm #Juwelo100 wollen wir so die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des elumeo Konzerns nachhaltig sichern. Ziel von #juwelo100 ist es, unsere operative Performance zu steigern und im Kerngeschäft bis zum Jahr 2033 einen Umsatz von EUR 100 Mio. zu erreichen. Als wichtiger Wachstumstreiber wird sich dabei insbesondere die mittels einer eigens entwickelten Multi-Language-Plattform in 2024 gestartete Internationalisierung 2.0 von Juwelo TV erweisen. Sie zeichnet für die Live-TV-Ausstrahlung in Deutschland produzierte Shows auf, übersetzt diese per Künstlicher Intelligenz in die jeweilige Landessprache und spielt sie automatisiert in den internationalen Märkten aus. Auf diese Weise entfallen die Kosten eines klassischen lokalen Sendebetriebs, so dass im Cash Flow bereits kurzfristig der Break-even erreicht werden kann. Bereits heute hat sich infolge der verstärkten Implementierung von KI im Zuge der Restrukturierung die Effizienz bei elumeo deutlich verbessert. So erhöhte sich der Umsatz pro Mitarbeitenden (FTE) im Geschäftsjahr 2025 um 21,7% auf TEUR 275 (2024: TEUR 226/FTE; 2023: TEUR 230/FTE). Apropos Mitarbeitende: Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen der elumeo Gruppe für ihr unermüdliches Engagement in diesen anspruchsvollen Zeiten. Und ich danke Ihnen, unseren Investorinnen und Investoren, dass Sie unserer Gesellschaft auch weiterhin Ihr Vertrauen schenken.
Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen.
Berlin, im Juni 2026
Der Verwaltungsrat der elumeo SE
Wolfgang Boyé, Vorsitzender des Verwaltungsrats Amtszeit vom 26. Juni 2020 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2026 Wolfgang Boyé, geboren am 12. November 1969, ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der elumeo SE. Der Diplom-Kaufmann ist Mitbegründer der Juwelo Deutschland GmbH (Berlin), einer der heutigen Tochtergesellschaften der elumeo SE. Die Gründung erfolgte nach einem Management-Buy-out aus der Scholz & Friends Group. In dieser Zeit war er Mitglied des Vorstands der Scholz & Friends AG (Berlin), zuvor Finanzvorstand der United Visions Entertainment AG (Berlin). Bei Scholz & Friends oblag Herrn Boyé der Bereich TV-Aktivitäten, bei United Visions verantwortete er neben dem Finanzressort den erfolgreichen Börsengang des Unternehmens im Jahr 2000. Von 1995 bis 2000 war Wolfgang Boyé Projektleiter bei The Boston Consulting Group in Moskau, Russland und Consultant in München. Zuvor absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanz- und Rechnungswesen an der Universität St. Gallen.
Boris Kirn, Chief Operating Officer Amtszeit vom 26. Juni 2020 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2026 Boris Kirn, geboren am 13. Oktober 1969, ist geschäftsführender Direktor der elumeo SE, Mitglied des Verwaltungsrats und Mitbegründer der 2008 gegründeten Juwelo Deutschland GmbH (Berlin). Herr Kirn betreut den Aufbau der Prozesse und Systeme und ist verantwortlich für die operativen Bereiche des Unternehmens. Zuvor war Herr Kirn von 2005 bis 2008 als Co-Founder und Geschäftsführer bei der bietbox GmbH (später Gems TV Deutschland GmbH, beide in Berlin) tätig. Darüber hinaus war Herr Kirn seit dem Jahr 2000 Vorstand bzw. seit 2001 Geschäftsführer der Online- und TV-Plattform K1010 (bis 2001 K1010 AG, danach K1010 Entertainment GmbH, später K1010 Media GmbH, alle in Berlin). Von 1994 bis 2000 arbeitete Herr Kirn für Hewlett-Packard als Consultant für Geschäftsprozessoptimierung und als Projektmanager für Knowledge Management, zuletzt in Mountain View, Kalifornien/USA. Boris Kirn studierte von 1990 bis 1994 Europäische BWL an der ESB Reutlingen/London, beendete seine Studien mit einem Doppel-Diplom (BA (Hons) und Dipl.-Betriebswirt) und legte 1997 seinen MBA an der Cambridge University ab.
Dr. Susanne Ries, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats Amtszeit vom 23. Juni 2023 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2027 Dr. Susanne Ries, geboren am 21. Januar 1975, ist seit über 20 Jahren als Rechtsanwältin im Bereich Unternehmensfinanzierung tätig. Den überwiegenden Teil ihrer Karriere arbeitete sie bei internationalen Großkanzleien in London und Frankfurt am Main. Von 2015 bis 2019 war sie im elumeo Konzern für alle Rechtsfragen zuständig. Seit 2019 arbeitet sie wieder bei einer internationalen Großkanzlei. Sie ist spezialisiert auf die rechtliche Begleitung von Kapitalmarkttransaktionen, seien es Equity-, Equity-Linked- oder Debt-Finanzierungen, und berät sowohl emittierende Unternehmen wie auch Investmentbanken. Vor ihrer anwaltlichen Tätigkeit absolvierte Dr. Susanne Ries ihr Jurastudium in Saarbrücken sowie Liège (Belgien) und promovierte an der Universität des Saarlandes. Ihren Master mit Schwerpunkt Internationales Wirtschaftsrecht erwarb sie an der London School of Economics/University of London.
Christian Senitz, Mitglied des Verwaltungsrats Amtszeit vom 23. Juni 2023 bis zur Ordentlichen Hauptversammlung 2027 Christian Senitz, geboren am 27. Januar 1978, ist seit 2001 im Finanzbereich tätig, zunächst bei Arthur Andersen (später in EY aufgegangen) als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Berlin und in New York. In dieser Zeit prüfte er sowohl nationale als auch internationale Unternehmen und Unternehmensgruppen und beriet im Rahmen von Transaktionen Käufer ebenso wie Verkäufer. Seit 2010 ist Christian Senitz in verschiedenen Wachstumsunternehmen tätig, nach FREO (Real Estate) vor allem als SVP Finance International bei Rocket Internet, um deren Börsengang und zahlreiche M&A-Transaktionen zu verantworten und als Aufsichtsrat und Beirat die Beteiligungsunternehmen zu betreuen. Ab 2019 folgten Stationen als CFO von EyeEM (digitaler Marktplatz für Fotografie) und The Social Chain AG (Social Commerce), deren Listing im Prime Standard in Frankfurt am Main er verantwortete. Heute ist er als COO der Fundcraft HoldCo SARL in Luxemburg tätig. Christian Senitz studierte in Lüneburg und Teesside (UK) und ist Diplom-Wirtschaftsjurist (FH).
Kapitalmarktinformationen
Stammdaten und Kennzahlen zur Aktie der elumeo SE (Stand: 31. Dezember 2025)
Kursentwicklung
Aktionärsstruktur (Stand: 31. Dezember 2025)
Stammdaten und Kennzahlen Wandelschuldverschreibung der elumeo SE Der Verwaltungsrat der elumeo SE hat am 14. Dezember 2023 die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung 2023/28 mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Zinssatz in Höhe von 3,8% in einem Gesamtvolumen von bis zu TEUR 1.200 beschlossen. Die Anleihe wird unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre an einzelne ausgewählte Lieferanten des Unternehmens, die jeweils mindestens TEUR 25 pro Anleger erwerben, ausgegeben. Sofern der Aktienkurs der elumeo SE im November 2028 über EUR 4,50 liegt, erfolgt die Umwandlung der Schuldverschreibung in elumeo Aktien; sollte der Kurs darunter liegen, erfolgt die Rückzahlung in bar. Die Notierung erfolgte am 29. Januar 2024.
Zusammengefasster Konzernlagebericht 2025 Vorbemerkung 14 Grundlagen des Konzerns 14 Wirtschaftsbericht 17 Ergebnisveröffentlichung 2025 19 Wirtschaftliche Lage der elumeo SE 28 Risiko- und Chancenbericht 31 Prognosebericht 41 Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht 43 Erklärung zur Unternehmensführung 43 Nachhaltigkeitsbericht / Nichtfinanzielle Konzernerklärung 43 Übernahmerechtliche Angaben gemäß §§ 289a und 315a HGB 45 Gesamtaussage 46
Der Konzernabschluss der elumeo SE und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2025 (im Weiteren auch "elumeo" oder der "elumeo Konzern") wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Alle Angaben im Konzernlagebericht basieren – soweit nicht anderweitig vermerkt – auf den für den Konzernabschluss angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen. Die Angaben in den Tabellen erfolgen, soweit nicht auf eine andere Einheit hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR). Alle in diesem Konzernlagebericht in Tausend Euro genannten Beträge sind kaufmännisch gerundet. Dies betrifft auch die daraus abgeleiteten Angaben wie Prozente. Rundungsdifferenzen sind daher möglich. Konzernstruktur Die elumeo SE mit Sitz in Berlin ist eine europäische Gesellschaft im monistischen System (Societas Europaea) mit einem Verwaltungsrat (Executive Board). Die Organe der Gesellschaft sind der Verwaltungsrat und die Hauptversammlung. Die elumeo SE hielt im Geschäftsjahr 2025, direkt oder mittelbar über zwischengeschaltete Tochtergesellschaften, 100% der Geschäftsanteile an den folgenden Gesellschaften:
Die elumeo SE übt als Mutterunternehmen des elumeo Konzerns Holdingfunktionen aus, sie steuert das konzernweite Liquiditätsmanagement und erbringt weitere Dienstleistungen an Konzerngesellschaften, insbesondere in der Verwaltung. Das operative Geschäft des elumeo Konzerns wird von der Tochtergesellschaft Juwelo Deutschland GmbH betrieben. Die Juwelo USA, Inc., die Silverline Distribution Ltd. als das Mutterunternehmen der PWK Jewelry Company Ltd. sowie die PWK Jewelry Company Ltd. befinden sich in Abwicklung.
Geschäftsmodell Der elumeo Konzern mit Sitz in Berlin ist im elektronischen Vertrieb von hochwertigem, überwiegend in Indien und Thailand produziertem Edelsteinschmuck aktiv. Die Mission des Unternehmens ist es, hochwertigen Edelsteinschmuck zu einem bezahlbaren Luxus für jeden zu machen. Der Verkauf erfolgt über den Direktvertrieb. Über eine Vielzahl von elektronischen Vertriebskanälen wie TV, Internet, Smart TV und Smartphone-App bietet das Unternehmen seinen Kunden Edelsteinschmuck zu günstigen Preisen an. Die Warenbeschaffung erfolgt in enger Kooperation über lokale Partner in Bangkok und Jaipur. Dabei werden die Produkte aufgrund der Vorgaben des Einkaufsmanagements in Berlin von den jeweiligen Partnern hergestellt. Die Qualitätskontrolle erfolgt nach vorgegebenen Richtlinien insbesondere am Produktionsstandort sowie auch in Berlin. Zum Jahresende 2025 waren die TV- und Streaming-Programme des elumeo Konzerns in über 74 Millionen Haushalten in Europa empfangbar. Zusätzlich vertreibt das Unternehmen seine Produkte online über Webshops, im Wesentlichen in Deutschland, Italien, Frankreich, in den Niederlanden, Spanien und Belgien sowie über Apps für Smartphones und Smart TV. Webstreams der Fernsehshows und ein Online-Bietagent (verbunden mit der Fernsehshow) sind in die Webshops und Apps integriert. Im Zuge der verstärkten Konzentration des elumeo Geschäftsmodells auf die Verbreitung weiterer internationaler Sendefenster von Juwelo TV mittels einer KI-basierten Multi-Language-Plattform sowie der Zusammenlegung der Entwicklungsressourcen von Juwelo und der Video-Shopping-App Jooli hat sich die elumeo SE dazu entschieden, zunächst die weitere Entwicklung von Jooli sowie den Betrieb im indischen Markt einzustellen. Seitdem ist Jooli nur noch in Deutschland verfügbar. Jooli ist eine Video-Shopping App in der Nutzer durch wischen („Swipen“) zwischen verschiedenen Produktvideos hin und her wechseln können. Die Videos werden zum Teil automatisch aus dem laufenden Programm Juwelo generiert und zum Teil von externen Produktpartnern zur Verfügung gestellt. Ein wichtiger Baustein für zukünftiges Wachstum ist eine noch deutlich stärkere Vernetzung der verschiedenen Vertriebskanäle TV, Web und Mobile, um so den Kunden ein umfassendes und zeitgemäßes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Darüber hinaus wurden alle Standortfunktionen in Berlin zusammengefasst.
Steuerung und Kennzahlen Die Geschäftstätigkeit des elumeo Konzerns ist entsprechend den internen Berichtsstrukturen und Steuerungskriterien in einem einzigen Segment gebündelt. In Hinblick auf die interne Steuerung und die externe Kommunikation der aktuellen und zukünftigen Ergebnisentwicklung ist die nachhaltige Ertragskraft des operativen Geschäfts des elumeo Konzerns von besonderer Bedeutung. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz, Rohertragsmarge und Bereinigtes EBITDA. Zur Berechnung des Bereinigten EBITDA wird das EBITDA vor Sondereinflüssen um nach Art und Höhe einmalige und/oder nicht-operative (Sonder-) Sachverhalte bereinigt. Neben den wesentlichen finanziellen Indikatoren werden auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens genutzt. Diese werden als nicht bedeutsam eingestuft und nur im Rahmen von anlassbezogenen und spezifischen Ereignissen zur Steuerung verwendet. Weitere Indikatoren betreffen die Kunden. So betrachtet die Gesellschaft etwa die Neukundenentwicklung unter dem Aspekt des Vertriebskanals (TV oder Web). Für die zukünftige Entwicklung ist ein hoher Anteil an Online-Kunden von Bedeutung. Des Weiteren werden u.a. die Anzahl der aktiven Kunden, die Zusammensetzung des Webtraffics sowie die Anzahl der versendeten Schmuckstücke und der Premierenanteil als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren berücksichtigt.
Leitung und Kontrolle Der Verwaltungsrat ist das Leitungsorgan der elumeo SE. Er leitet die Geschäfte der Gesellschaft, setzt die allgemeinen Prinzipien für ihre Aktivitäten fest und überwacht deren Umsetzung. Der Verwaltungsrat ernennt die geschäftsführenden Direktoren, diese tragen die operative Verantwortung der Gesellschaft und vertreten sie nach außen. Mitglieder des Verwaltungsrats waren zum 31. Dezember 2025 Herr Wolfgang Boyé, Herr Christian Senitz, Frau Dr. Susanne Ries und Herr Boris Kirn. Herr Wolfgang Boyé ist neben seiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsrats auch Vorsitzender des Exekutivausschusses des Verwaltungsrats. Einzelvertretungsberechtigte geschäftsführende Direktoren waren zum 31. Dezember 2025 Herr Boris Kirn und Herr Florian Spatz. Bis Mitte 2025 war darüber hinaus Herr Dr. Riad Nourallah als CFO und geschäftsführender Direktor für das Unternehmens tätig. Er ist mit Ablauf des Geschäftsjahres 2025 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Strategie und Ziele des Konzerns Der elumeo Konzern folgt der Mission, hochwertigen Schmuck zu einem bezahlbaren Luxus für jeden zu machen. Damit ist es elumeo nach eigener Einschätzung gelungen, eine der breitesten Produktpaletten mit Blick auf die Anzahl von Edelsteinvariationen und die Preisspanne aufzubauen. Der elumeo Konzern arbeitet vertikal integriert nach dem Direct-to-Consumer-Prinzip (D2C). Das Unternehmen steuert die gesamte Wertschöpfungskette von der Produktentwicklung bis hin zum Verkauf an den Endkunden. Somit kann das Unternehmen erhebliche Kostenvorteile und eine maximale Wertschöpfung erreichen. Die selbst entwickelten Schmuckstücke werden durch ein Netzwerk von spezialisierten Vertragsherstellern produziert. Diese Auftragsherstellung wird gemeinsam mit strategischen Partnern in Thailand und Indien gesteuert. Die Qualität wird direkt vor Ort sowie in Berlin sichergestellt. Verschiedene kollektionsbasierte Marken ermöglichen es den Kundinnen und Kunden, entsprechend ihren Bedürfnissen gezielt einzukaufen. Kooperationen mit Designern und Schmuckherstellern versetzen das Unternehmen darüber hinaus in die Lage, vielfältige Kollektionen und unterhaltsame Angebote im TV anzubieten. Sie erweitern das Angebot des elumeo Konzerns kontinuierlich. Durch die Fokussierung auf elektronische Vertriebswege kann elumeo Skaleneffekte in einem fragmentierten Markt ausnutzen und damit erhebliche Kostenvorteile erreichen. Die elektronischen Vertriebskanäle TV und Web umfassen klassisches Fernsehen mit eigenen Kanälen und Live-Shows sowie Smart TV (Live), Internet, mobile Endgeräte und mobile Apps sowie Personal Shopping (Web). Die in eigenen TV-Studios produzierten Fernsehshows auf Deutsch und Italienisch sowie die vollautomatisierten KI-basierten Übersetzungen auf Italienisch, Französisch und Spanisch verschaffen dem elumeo Konzern gegenüber reinen Online-Händlern Vorteile bei Reichweite und Marktdurchdringung. Die Angebote und Inhalte sind regional und sprachlich angepasst. Zur Fortsetzung des Wachstums strebt der elumeo Konzern einerseits eine vertikale Expansion durch Hinzufügen neuer Vertriebswege oder Verkaufsformate an, andererseits durch die Ausweitung des Geschäfts auf weitere Länder. Insbesondere der Zugang durch mobile Endgeräte soll verbessert werden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Strategieprogramm #Juwelo100 aufgelegt. Es beinhaltet fünf große Handlungsfelder: Videoshopping, Augmented & Virtual Reality, Personalisierung, künstliche Intelligenz und Cross Border E-Commerce. Ziel ist es, den Umsatz im Kerngeschäft (ohne Akquisitionen) bis zum Jahr 2033 auf EUR 100 Mio. zu steigern. Mit Hilfe einer KI-basierten Multi-Language-Plattform plant das Unternehmen die effiziente Expansion in weitere internationale Märkte (Internationalisierung 2.0). Dafür zeichnet die Multi-Language-Plattform für die Live-TV-Ausstrahlung in Deutschland produzierte Shows auf, übersetzt diese per Künstlicher Intelligenz in die jeweilige Landessprache und spielt sie automatisiert in den internationalen Märkten aus. Auf diese Weise entfallen die Kosten eines klassischen lokalen Sendebetriebs, so dass im Cashflow bereits kurzfristig der Break-even erreicht werden kann.
Entwicklung Die Entwicklungstätigkeit betreffen die Plattform für die internationalen Sendefenster, welche mit der Video-Shopping-App Jooli zusammengelegt wurde, die eingesetzte Unternehmenssoftware einschließlich ihrer Webanwendungen sowie Nutzersoftware wie Mobile Apps. Im Zuge der im Geschäftsjahr 2025 eingeleiteten Restrukturierung wurde die weitere Entwicklung der Shopping-App Jooli zunächst ausgesetzt.
Gesamtwirtschaftliches Umfeld in 2025 Auch im Jahr 2025 ist die erhoffte konjunkturelle Erholung in Deutschland ausgeblieben. Hohe Unsicherheiten mit Blick auf die wirtschaftliche Perspektive im In- und Ausland sowie auf zahlreiche geopolitische Krisen dämpften die Nachfrage spürbar. Zwar stieg das BIP innerhalb der EU laut Eurostat-Angaben von März 2026 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,4%[1], das deutsche BIP-Wachstum wird laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis)[2] dagegen auf ein sehr geringes reales Plus von nur 0,2% vorhergesagt. Diese vorläufigen Zahlen für Deutschland decken sich mit den Daten zum Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Dessen Wert stieg laut Statista im Dezember 2025 leicht auf 93,4 Punkte. Damit setzte sich zwar eine vorsichtige Aufwärtsbewegung fort, trotzdem erreichte das Barometer in keinem Monat des Jahres 2025 den neutralen Indexwert von 100, der in etwa einem durchschnittlichen Wachstum von einem Drittel Prozentpunkt entspricht. Seinen tiefsten Wert erzielte das DIW-Konjunkturbarometer im April 2025 mit 82,9.[3] Die durchschnittliche Inflationsrate in Deutschland lag laut Destatis im Jahr 2025 bei +2,2% gegenüber dem Vorjahr.[4] Enttäuschend verlief die Entwicklung des privaten Konsums. Der GfK-Konsumklima-Index erreichte mit -20,0 Punkten im Juni 2025 seinen besten Wert und ging im Dezember 2025 mit -23,4 Punkten aus dem Jahr.[5] Nach Angaben von Statista stieg der Preis für eine Unze Feingold (gehandelt in London in US-Dollar, Vormittagsfixing) im Laufe des Geschäftsjahres von USD 2.707,6 im Januar 2025 auf USD 4.299,9 im Dezember 2025.[6] Im Jahresdurchschnitt lag der Goldpreis nach Angaben des Vergleichsportals Gold.de bei 3.439,37 USD. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg im Jahresdurchschnitt von 65,7%.[7] Als Hauptgründe für den Preisanstieg gelten insbesondere die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die damit einhergehende zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit bzw. die Inflation. Viele Investoren flüchteten in den "sicheren Anlagehafen Gold."
Die Preise für Silber legten in 2025 ebenfalls stark zu, von EUR 27,90 Anfang des Jahres auf EUR 60,68 zum Ende des Geschäftsjahres (118 Prozent).[8] Am 23. Januar 2026 überstieg der Preis für eine Feinunze Silber sogar erstmals die Marke von USD 100.[9]
Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Umsatz mit Waren im E-Commerce ist nach Angaben des Bundesverbandes E-Commerce & Versandhandel (bevh) und des EHI Retail Institute im Jahr 2025 auf EUR 83,1 Mrd. gestiegen und lag damit um 3,2% über dem Wert des Vorjahres (EUR 80,6 Mrd.).[10] Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn konnte sich 2025 nach einer Prognose des Handelsverbandes Deutschland (hde) bei voraussichtlich 13,6% stabilisieren (2024: 13,4%).[11] Für 2026 erwartet der bevh in seiner Prognose eine Fortführung der Markterholung und ein (nominales) Umsatzwachstum im E-Commerce mit Waren von 3,8%. Und auch der Teleshopping-Markt in Deutschland zeigte sich 2025 laut einer Prognose des Verbandes Privater Medien (VAUNET) robust und stabil. Die Umsätze werden auf Vorjahresniveau erwartet, das bei etwa EUR 2,1 Mrd. lag. Trotz starken Wettbewerbs durch Online-Handel und Social Commerce bleibe Teleshopping als Vertriebskanal relevant.[12] Zu den wichtigsten Direktvertriebskanälen des elumeo Konzerns zählen die linearen TV-Homeshopping-Programme (Vertriebskanal Live) und die statischen Online-Shops und Mobile App Shops (Vertriebskanal Web). Als herausfordernd für die Anbieter von TV-Homeshopping erwies sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere der zum 1. Juli 2024 erfolgte Wegfall des Nebenkostenprivilegs. Als Nebenkostenprivileg wurde in Deutschland eine Regelung im Mietrecht bezeichnet, nach der Vermieter die Kosten für einen Kabel-TV-Anschluss pauschal über die Betriebskosten („Nebenkosten“) auf alle Mieter umlegen durften – unabhängig davon, ob einzelne Mieter den Anschluss tatsächlich nutzen wollten. In der Folge stiegen die von den TV-Sendern zu entrichtenden Gebühren pro erreichtem Haushalt deutlich, da viele hiervon betroffene Haushalte keinen Kabelanschluss mehr bestellt haben, die Fixkosten für die Verbreitung von Fernsehprogrammen in vielen Netzten jedoch gleich geblieben sind. Geschäftsverlauf 2025
Geschäftsentwicklung des Konzerns Das Geschäftsjahr 2025 des elumeo Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 („2025“ oder „Berichtszeitraum“). Das Geschäftsjahr 2024 betrifft den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 („2024“, „VJ" oder „Vorjahr“). In einem herausfordernden Marktumfeld mit großen Unsicherheiten durch Kriege in der Ukraine und in Nahost sowie einer protektionistischen, die Weltmärkte irritierenden Handelspolitik der US-Regierung, begleitet von steigenden Preisen und Kaufzurückhaltung der Verbraucher, gaben die Umsatzerlöse des elumeo Konzerns in 2025 um 9,9% auf EUR 39,1 Mio. nach (2024: EUR 43,4 Mio.).
Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal 2025 begegnete das Management den zahlreichen Herausforderungen mit einer tiefgreifenden Restrukturierung, die im April 2025 eingeleitet wurde – und zwar ergänzend zu zwei bereits im Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Diese neuerliche Restrukturierung war alternativlos, weil die Gesellschaft insbesondere die gestiegenen TV-Verbreitungskosten pro Haushalt sowie den Preisanstieg für Gold und Silber nicht vollständig an die Kunden weiterreichen konnte.
Zu den Kernpunkten der ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen gehörten insbesondere die verstärkte Ausstrahlung von vollautomatisch erstellten Sendungen auf der Basis bereits produzierten Contents mittels KI-basierter Technologie sowie die Fokussierung des Produktangebots auf Schmuck im Preissegment über 50 Euro. Als Folge dieser Schritte konnte die Live-Sendezeit von 15 Stunden auf 10 Stunde reduziert, die Personalkapazitäten der Juwelo Deutschland GmbH kurzfristig angepasst und annähernd 50 Vollzeitstellen abgebaut werden. Nach erfolgreicher Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen führten die angestrebten Effekte dazu, dass elumeo in Bezug auf die Ertragssituation wieder zuversichtlich auf das Jahr 2026 blicken kann. Auch auf Jahresbasis zeigte das strikte Kostenmanagement seine erhoffte Wirkung. Die Vertriebskosten fielen um 10,8% auf EUR 14,4 Mio. (2024: EUR 16,2 Mio.), die Verwaltungskosten konnten um 10,8% auf EUR 6,8 Mio. verringert werden (2024: EUR 7,7 Mio.). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden im Konzern betrug 2025 rund 114 Vollzeitäquivalente (FTE, Vorjahr: 166). Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte die Juwelo Deutschland GmbH 116 Mitarbeitende (31. Dezember 2024: 192). Die erzielten Einsparungen schlugen sich zudem in einer beachtlichen Effizienzsteigerung nieder, der Umsatz pro FTE kletterte von TEUR 226 in 2024 auf TEUR 275 in 2025 (+21,7%). Der Umsatzrückgang infolge der Kaufzurückhaltung der juwelo Kunden führte in 2025 zwar zu einem negativen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, allerdings fiel dieses dank der frühzeitig ergriffenen Maßnahmen auf der Kostenseite geringer aus als im Vorjahr (EBIT: EUR -2,5 Mio., 2024: EUR -3,3 Mio.). Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) entwickelte sich in 2025 mit TEUR -502 besser als im Vorjahr (2024: TEUR -813). Das Finanzergebnis verbesserte sich auf TEUR -185 (2024: TEUR -190). Die Rohertragsmarge stieg auf 47,8% (Vorjahr: 47,1%). Treiber waren insbesondere die Weitergabe der gestiegenen Material- und Beschaffungskosten über höhere Verkaufspreise. Aufgrund des deutlich reduzierten Angebots von Schmuck unter EUR 50 fiel die Zahl der aktiven Kunden um 24,4% auf 61.559 (2024: 81.550). Im Gegenzug stieg der Umsatz pro Kunde um 19,9% auf EUR 637 (2024: EUR 531). Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Schmuckstück erhöhte sich infolge der im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen beschlossenen neuen Produktstrategie auf das Produktsortiment unter EUR 50 zu verzichten um 23,0% auf EUR 92 (2024: EUR 74). Als Wachstumstreiber bestätigte sich der Webshop mit einem Umsatzplus von 3,4% auf EUR 14,8 Mio. (2024: EUR 14,5 Mio.). Rückläufig war dagegen die Zahl der Neukunden (gesamt: 22.277, 2024: 32.674, -32%; TV: 5.184, 2024: 7.400, -30,0%; Web: 15.048, 2024: 25.248, -40,4%). Der Umsatz aus Produktverkäufen im Live-Geschäft (TV) und im Webbusiness entwickelte sich wie folgt:
Nach einem erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzprogramm zur Bewältigung der herausfordernden Marktsituation sank der Umsatz des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 9,9% auf EUR 39,1 Mio. (2024: EUR 43,4 Mio.). Damit lagen die Erlöse über den Erwartungen der Gesellschaft, die sie mit Start der Restrukturierung am 1. April 2025 kommuniziert hatte (erwarteter Umsatzrückgang zwischen 10% und 15% gegenüber 2024). Auslöser für die in Q2/2025 eingeleitete Restrukturierung war eine unter den Erwartungen gebliebene Umsatzentwicklung in Verbindung mit gestiegenen Einspeiseentgelten pro Haushalt in Kabelnetzen infolge des Wegfalls des so genannten Nebenkostenprivilegs bei Netzbetreibern. elumeo geht davon aus, dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe bereits vor dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs rechtswidrig überhöht waren. Um eine Beilegung dieses Konfliktes im Rahmen eines Mediationsverfahrens zu ermöglichen, hatte Juwelo einen Gütestellenantrag gestellt, welcher von Vodafone jedoch abgelehnt wurde. Juwelo prüft daher eine gerichtliche Durchsetzung dieses Anspruchs und sieht sich durch drei unabhängige Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. elumeo geht von einem Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013 aus, der sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag beläuft. Neben den erhöhten Einspeiseentgelten pro erreichtem Haushalt wirkte die Belastung der Konsumstimmung durch makroökonomische Unsicherheiten infolge der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie handelspolitische Spannungen negativ auf die Geschäftsentwicklung von elumeo. Die in diesem Kontext erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen wirkten ergänzend zu bereits im Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich, im Wesentlichen wurden die in Vorjahren angesetzten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge infolge angepasster Realisierungsaussichten teilweise wertberichtigt. Ertragslage des Konzerns
In Hinblick auf die interne Steuerung und die externe Kommunikation der aktuellen und zukünftigen Ergebnisentwicklung ist die nachhaltige Ertragskraft des operativen Geschäfts des elumeo Konzerns von besonderer Bedeutung. Daher dient das um nicht-operative Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) als bereinigte Ergebnisgröße und als zentrale Finanzkennzahl zur Abbildung und Steuerung der operativen Ertragslage. Zur Berechnung des bereinigten EBITDA wird das EBITDA vor Sondereinflüssen um nach Art und Höhe einmalige und/oder nicht-operative (Sonder-)Sachverhalte bereinigt. Das bereinigte EBITDA lässt sich wie folgt überleiten:
Zur Vorgehensweise der Bereinigung 2025: Im Rahmen der im April 2025 eingeleiteten Restrukturierung hat die elumeo SE das Vorgehen für die Bereinigung des EBITDA für das Geschäftsjahr 2025 neu festgelegt. Neben außerordentlichen, nicht das Geschäftsjahr betreffenden Aufwendungen wurden sowohl die unmittelbaren als auch die nachlaufenden Kosten der Restrukturierung adjustiert. Im Rahmen der Restrukturierung wurde zudem entschieden, die defizitäre Verbreitung per Satellit in SD-Qualität (Media Broadcast) zu beenden; während des Auslaufens des Vertrags wurde über diesen Verbreitungsweg nur noch eine Hinweistafel ausgestrahlt. Erwartungsgemäß ergaben sich bei der endgültigen Abschaltung keine Umsatzverluste. In Summe wurden für die Restrukturierung TEUR 1.058 adjustiert. Hierdurch wird das bereinigte EBITDA seit dem zweiten Quartal 2025 so dargestellt, als wäre die Restrukturierung zum 1. April 2025 bereits ohne nachlaufende Kosten aus Restlaufzeiten gekündigter Verträge abgeschlossen gewesen. Darüber hinaus wurden die Personalkosten des Aktienoptionsprogramms für Mitarbeitende des elumeo Konzerns in Höhe von TEUR 37 wie in den Vorjahren adjustiert. Der letzte Adjustierungsbetrag betrifft die bisher aufgelaufenen Kosten der Rechtsberatung für die Bewertung möglicher Ansprüche der Juwelo Deutschland GmbH gegenüber der Vodafone GmbH aufgrund von möglicherweise rechtswidrig überhöhten Einspeiseentgelten. Die bisher aufgelaufenen Kosten in Höhe von TEUR 232 wurden adjustiert, da sie nicht das operative Geschäft des Geschäftsjahres 2025 betreffen und die Darstellung der operativen Performance des Unternehmens nach der Restrukturierung verzerren würden.
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2025 reduzierte sich auf EUR 16,0 Mio. (2024: EUR 18,5 Mio.). Die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermögenswerte aus Nutzungsrechten sanken aufgrund von Abschreibungen. Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten betreffen Mietverträge und Serverlizenzen. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich, es wurden in der Gesellschaft Juwelo Deutschland GmbH die im Vorjahr angesetzten aktiven latenten Steuern infolge angepasster Realisierungsaussichten teilweise wertberichtigt. Die Vorräte reduzierten sich bedingt durch die Optimierung des Working Capitals im Zuge des Rückgangs der Umsatzerlöse. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber einem Zahlungsdienstleister, über den der Kauf auf Rechnung und Lastschrift abgewickelt wird.
Das Eigenkapital des Konzerns sank aufgrund des negativen Ergebnisses auf EUR 1,3 Mio. (2024: EUR 4,1 Mio.). Die Eigenkapitalquote des Konzerns fiel in der Folge von 22,1% auf 8,1% und unterschritt damit den Zielwert von 50% deutlich. Ergänzend zu den in 2024 eingeleiteten Schritten zur Kostensenkung, die eine Reduktion der Marketing- und Personalkosten in der Verwaltung beinhalteten, wurden am 31. März 2025 weitere strukturelle Maßnahmen zur Kostensenkung beschlossen und zeitnah umgesetzt. Die elumeo SE geht daher davon aus, dass die angestrebte Eigenkapitalquote von über 50% mittelfristig aufgrund der erwarteten Rückkehr zur nachhaltigen Profitabilität des Unternehmens wieder erreicht werden wird. Am 29. Januar 2024 erfolgte die Notierung der Wandelschuldverschreibung 2023/28 (WKN A3826G/ISIN DE000A3826G9) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Gesamtvolumen von bis zu TEUR 1.200. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen die Zeichnung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von TEUR 400 am 7. März 2024. Die Anleihe wird mit 3,8% p.a. verzinst und ist endfällig am 20.12.2028. Sofern der Aktienkurs der elumeo SE an mindestens 16 Handelstagen im November 2028 über dem Wandlungspreis von EUR 4,50 liegt, erfolgt eine automatische Wandlung der Schuldverschreibungen in elumeo Aktien; sollte der Kurs darunter liegen, erfolgt die Rückzahlung in bar. Zum 31. Dezember 2025 erfolgt der Ausweis der Wandelschuldverschreibung in Höhe ihres Buchwerts (Kassakomponente zzgl. abgespaltener derivativer Komponente) von TEUR 392 in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten.
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2025 (TEUR 1.542; 2024: TEUR 1.376) resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Krediten eines Lieferanten (TEUR 599), der Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG (TEUR 576) sowie aus der Inanspruchnahme eines Darlehens eines Zahlungsdienstleisters (TEUR 284). Die Lieferantenkredite betreffen umgewandelte Lieferantenverbindlichkeiten. Die Darlehen wurden bis zum 15. Januar 2026 zu einem Zinssatz von 7,5 % verlängert. Eine weitere Verlängerung wurde nach Ende des Geschäftsjahres vereinbart. Diese wird im Nachtragsbericht im Konzernanhang erläutert. Es werden keine Sicherheiten durch die Darlehensnehmerin gestellt. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der UniCredit Bank AG betreffen die teilweise Inanspruchnahme einer zum 25. März 2023 gewährten Rahmenkreditlinie von TEUR 1.000. Der Sollzinssatz wird gemäß vertraglicher Vereinbarung an die Entwicklung des Monatsdurchschnittssatzes für EURIBOR-3M angepasst. Die Bereitstellungsprovision für die Rahmenkreditlinie beträgt 0,5% auf den jeweils zugesagten, aber nicht beanspruchten Kreditbetrag. Der Kredit des Zahlungsdienstleisters legt eine feste einmalige Gebühr in Höhe von TEUR 14 und eine Rückzahlung von 10% der eingehenden Verkaufserlöse über die Plattform fest. Mit der Inanspruchnahme der Kredite konnten die durch die operativen Verluste verursachten Belastungen der Liquidität teilweise finanziert und die liquiden Mittel stabil gehalten werden. Die liquiden Mittel liegen mit 1.644 TEUR auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 1.655 TEUR). Rückstellungen wurden hauptsächlich für erwartete Retouren gebildet. Die Rückstellungen schmälern die Erlöse um den geschätzten retournierten Umsatz in voller Höhe. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund erweiterter Nutzung von Zahlungszielen gegenüber Lieferanten und ausstehender Rechnungen. Die übrigen Verbindlichkeiten reduzierten sich deutlich aufgrund niedrigerer Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.
Konzernkapitalflussrechnung
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit war im Geschäftsjahr 2025 trotz des negativen Konzernergebnisses leicht positiv. Die erhöhte Liquidität infolge des Anstiegs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Abnahme der Vorräte und der sonstigen operativen Vermögenswerte konnten die negativen Auswirkungen des deutlich negativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern auf den Finanzmittelfond weitestgehend kompensieren. Der elumeo Konzern investierte im Jahr 2025 im Wesentlichen in Ersatz für seine IT-Hardware. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit im Jahr 2025 resultiert vor allem aus der Inanspruchnahme von Krediten und aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen. Die Zahlungseingänge aus Krediten betreffen die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG sowie die Inanspruchnahme des Kredites eines Zahlungsdienstleisters. Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die gezielte Anpassung des Working Capital Managements und der Inanspruchnahme von Krediten. Zum Geschäftsjahresende bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien der UniCredit Bank AG i.H.v. TEUR 424.
Vorbemerkungen Die elumeo SE ist das Mutterunternehmen des elumeo Konzerns. Wegen der von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften unterliegt ihre Geschäftsentwicklung grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie der Konzern. Diese werden ausführlich im Risiko- und Chancenbericht dargestellt. Ebenso entsprechen die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der elumeo SE im Wesentlichen den im Prognosebericht beschriebenen Konzernerwartungen. Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Jahresabschluss der elumeo SE, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes i.V.m. Art. 61 EU-VO 2157/2001 erstellt wurde. Jahresabschluss und Lagebericht werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht und auf der Internetseite der elumeo SE veröffentlicht. Ertragslage Die elumeo SE prognostizierte für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von TEUR 100 und ein Jahresergebnis zwischen EUR 0,2 Mio. und 0,5 Mio. Tatsächlich beliefen sich die Umsatzerlöse auf TEUR 672. Die Abweichung resultiert insbesondere aus höher als geplanten Kosten der Umstrukturierung. Diese führten zusammen mit höher als geplanten Kostenumlagen für Managementleistungen zu höheren Weiterbelastungen an die Tochtergesellschaften. Das Jahresergebnis betrug TEUR +241 und lag damit im unteren Bereich des prognostizierten Korridors.
Die Umsatzerlöse betreffen konzerninterne weiterberechnete Leistungen zuzüglich Gewinnaufschlägen im Zusammenhang mit der Erbringung konzerninterner Personaldienstleistungen für Tochtergesellschaften in den Bereichen Konzernverwaltung und Rechnungswesen sowie Sachkostenumlagen an Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen die Verrechnung von sonstigen Sachbezügen. Die Personalkosten reduzierten sich aufgrund der geringeren Anzahl an Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr 2025 waren in der Gesellschaft durchschnittlich rund 4 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente (FTE)) beschäftigt (Vorjahr: rund 10 FTE). Im Personalaufwand sind ferner die Vergütungen der geschäftsführenden Direktoren enthalten (3 FTE, Vorjahr: 3 FTE).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:
Das Finanzergebnis setzt sich aus den Beteiligungserträgen, Abschreibungen auf Finanzanlagen und den sonstigen Zinsen zusammen. Im Geschäftsjahr 2025 betrugen die Abschreibungen auf Finanzanlagen TEUR 0 (2024: TEUR 23.000). Die geschäftsführenden Direktoren gehen von einer dauerhaften Wertminderung der Juwelo Deutschland GmbH aufgrund geringerer zukünftiger Ertragserwartungen aus. Aus diesem Grund hatte die elumeo SE im Geschäftsjahr 2024 die Beteiligung an der Juwelo Deutschland GmbH auf einen beizulegenden Wert von TEUR 10.000 abgeschrieben. Die im Finanzergebnis enthaltenen sonstigen Zinsen betreffen mit TEUR 1.341 (2024: TEUR 1.278) ausschließlich die Erträge aus verzinslichen Ausleihungen an eine Tochtergesellschaft. Die elumeo SE weist im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von TEUR 241 aus (2024: TEUR -23.315).
Vermögens- und Finanzlage
Die Finanzanlagen im Anlagevermögen betreffen die Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Anteile an verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Juwelo Deutschland GmbH. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 19.489 (2024: TEUR 19.489) beinhalten verzinsliche Finanzforderungen gegen die Tochtergesellschaft Juwelo Deutschland GmbH aus der Ausleihung von Finanzmitteln. Die ausgereichten Finanzmittel stammen zum einen aus den im Zuge des Börsengangs im Geschäftsjahr 2015 vereinnahmten Erlösen. Die ausgewiesenen Ausleihungen haben zum Bilanzstichtag Restlaufzeiten bis zum 31. Dezember 2028. Die Laufzeit des Darlehens verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, falls der Darlehensvertrag nicht von einer der beiden Vertragsparteien schriftlich unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten ordentlich zum 31.12. eines Jahres gekündigt wird. Der Gesamtkreditrahmen, den die elumeo SE der Juwelo Deutschland GmbH einräumt, beträgt zum 31. Dezember 2025 TEUR 25.000 zu einem Zinssatz i.H.v. aktuell 5,25 v.H.pro Jahr (2024: 5,75 v.H. pro Jahr). Die Anpassung des Zinssatzes erfolgte am 14. Mai 2025 mit Wirkung zum 1. Juli 2025. Im Umlaufvermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus der Verzinsung des Darlehens sowie aus dem laufenden Verrechnungsverkehr berücksichtigt. Das Eigenkapital stieg aufgrund des Jahresüberschusses. Die Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Inanspruchnahme der Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG, die Zeichnung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von TEUR 400 und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer aus einer umsatzsteuerlichen Organschaft. Insgesamt ist die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der elumeo SE wesentlich von der Entwicklung der operativ tätigen Tochtergesellschaften des elumeo Konzerns abhängig.
Risikomanagementsystem Die elumeo SE ist regelmäßig vielfältigen Risiken und Chancen ausgesetzt. Diese können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Das Risikomanagementsystem gilt für alle Bereiche des elumeo Konzerns. Als spezifisches Instrument der Geschäftsführung und des Verwaltungsrats wurde ein Risikomanagementsystem auf der Grundlage des Enterprise Risk Management Standard des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) sowie des Prüfungsstandards 981 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) umgesetzt. Als Risiken werden strategische und operative Ereignisse und Maßnahmen betrachtet, die wesentlichen Einfluss auf die Existenz und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben. Die wesentlichen Chancen und Risiken werden nachfolgend aufgeführt. Zielsetzungen sind eine konzernweite Vereinheitlichung der Risiko- und Chancenbewertung, das aktive Leben einer Risiko- und Chancenkultur und ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens. Der bei der elumeo SE angewendete Ansatz des Risiko- und Chancenmanagements ist darauf ausgelegt, durch ein standardisiertes Verfahren zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung, Dokumentation und Berichterstattung von strategischen, operativen und finanziellen Risiken und Chancen sowie von Compliance-Risiken die Entscheidungsfindung durch konsistente, vergleichbare und transparente Informationen zu unterstützen. Chancen sollen zur Steigerung der Ertrags- und Verbesserung der Vermögenslage genutzt werden. Risiken sollen nur in dem Maße eingegangen werden, dass diese absehbar keine besonderen negativen Einflüsse auf die Unternehmensentwicklung haben. Internes Kontrollsystem Mit Bezug auf § 315 Abs. 4 HGB folgt eine Erläuterung der Struktur des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem hat eine angemessene Struktur sowie Prozesse, die entsprechend definiert sind. Ziel des Systems ist die Identifikation, Bewertung und Steuerung all jener Risiken, die sich wesentlich auf den ordnungsgemäßen Inhalt und die angemessene Darstellung des Einzel- und Konzernabschlusses auswirken könnten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasst als integraler Bestandteil des Rechnungslegungs- und Berichterstattungsprozesses präventive, überwachende und aufdeckende Kontrollmaßnahmen und stellt somit einen ordnungsgemäßen Prozess der Abschlusserstellung sicher. Das interne Kontrollsystem wird in den verschiedenen Prozessen des Unternehmens umgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Berichterstattung haben.
Diese Prozesse, die für die Finanzberichterstattung relevanten Risiken sowie die Kontrollen werden analysiert und dokumentiert. In einer prozessübergreifenden Risikokontrollmatrix sind relevante Kontrollen inklusive Beschreibung und Art der Kontrolle, Häufigkeit der Kontrollausführung sowie der ausführende Verantwortungsbereich definiert. Die implementierten Kontrollmechanismen wirken prozessübergreifend und häufig ineinander. Diese Mechanismen umfassen u. a. die Festlegung von Grundsätzen und Verfahrensweisen, die Definition von Prozessabläufen und Kontrollen, die Einführung von Freigabe- und Prüfkonzepten sowie die Formulierung von Richtlinien. Es ist so aufgestellt, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge und Transaktionen gewährleistet ist. Zur Konsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stellt das interne Kontrollsystem sicher, dass gesetzliche Normen, Rechnungslegungsvorschriften und interne Anweisungen zur Rechnungslegung eingehalten werden. Änderungen darin werden bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss fortlaufend analysiert und entsprechend berücksichtigt. Dabei unterstützt der Finanzbereich des elumeo Konzerns aktiv alle Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften. Das gilt sowohl bei der Erarbeitung von einheitlichen Richtlinien und Arbeitsanweisungen für rechnungslegungsrelevante Prozesse als auch bei der Überwachung operativer und strategischer Ziele. Neben definierten Kontrollen sind systemtechnische und manuelle Abstimmungsprozesse, die Trennung zwischen ausführenden und kontrollierenden Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen wesentliche Bestandteile des internen Kontrollsystems. Zur Sicherstellung eines regelungskonformen Konzernabschlusses sind im Rechnungslegungsprozess entsprechende Maßnahmen implementiert. Insbesondere dienen die Maßnahmen der Identifikation und Bewertung von Risiken sowie der Begrenzung und Überprüfung erkannter Risiken. Grundsätzliche Methodik Bei der Bewertung einzelner Risiken wurden sowohl das Brutto- als auch das Nettorisiko berücksichtigt. Das Bruttorisiko stellt das inhärente Risiko vor Berücksichtigung risikomindernder Maßnahmen dar. Das Nettorisiko ist das nach Betrachtung aller risikomindernder Maßnahmen verbleibende Restrisiko. Die in diesem Bericht dargestellten Risiken spiegeln ausschließlich das Nettorisiko wider. Risiken werden auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen finanziellen Schadenrisikos innerhalb eines Jahres bewertet. Das arithmetische Mittel aus der Summe von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenrisiko ergibt dann eine Relevanz des Gesamtrisikos zwischen 1=sehr gering und 4=hoch. Bezogen auf die Risikoklassifizierung im Vorjahr haben sich keine Veränderungen ergeben.
Risikobewertung – Klassen der Eintrittswahrscheinlichkeiten
Risikobewertung – Schadensklassen
Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2025 wurden keine Risiken oder Risikocluster identifiziert, die den Fortbestand der elumeo SE gefährden könnten. In der folgenden Tabelle werden die Risikocluster der elumeo SE dargestellt und mit 2024 verglichen.
Als zusätzliches Risiko unter den ökonomischen, strategischen und externen Risiken wurde die technologischen Risiken aufgenommen.
Risikoüberblick – Auszug wesentlicher Risiken
Es ist nicht auszuschließen, dass sich bisher nicht identifizierte Risiken oder solche mit geringer Relevanz für das Gesamtrisiko trotz aller Maßnahmen zukünftig negativ auf die Ertrags- und Vermögenslage des Konzerns auswirken. Erläuterung der wesentlichen Risiken
1. Ökonomische und strategische Risiken
1.1. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird weiterhin durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, den Nahostkonflikt, dem Krieg in der Golfregion und hoher Verschuldung bestimmt. Eine geringe Kapazitätsauslastung in der Industrie, pessimistische Geschäftserwartungen und die von vielen Unternehmen beklagte Verschlechterung der Standortbedingungen belasten die Investitionstätigkeit der Unternehmen in Deutschland. Etwas Rückenwind für die Unternehmensinvestitionen könnte von einer möglichen geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank kommen. Große politische und wirtschaftliche Unsicherheiten gehen nach wir vor von den erratisch wirkenden Entscheidungen des aktuellen US-Präsidenten aus. Insbesondere eine weitere protektionistische Agenda mit der Einführung neuer Zölle auf US-Importe würde der deutschen Wirtschaft schaden. Die daraus entstehenden Unsicherheiten träfen durch ein verschlechtertes Konsumklima auch die elumeo SE.
1.2. Wettbewerbsrisiken Das Wettbewerbsumfeld verändert sich. Einerseits beschleunigt dies die Verschiebung der Kundennachfrage hin zu digitalen Angeboten, andererseits veranlasst diese Verschiebung auch internationale Unternehmen und den lokalen Wettbewerb, ihr digitales Angebot weiter zu verbessern und in neue Märkte vorzudringen. Dadurch könnte das zukünftige Geschäftswachstum gefährdet sein oder zumindest teurer werden, da der Schmuckmarkt stärker umkämpft sein wird. Bereits heute sind die Schmuckindustrie und der elektronische Einzelhandel von einem hohen Wettbewerbsdruck geprägt. Der elumeo Konzern könnte weiterem Wettbewerb ausgesetzt werden, falls bestehende oder neue Wettbewerber in ähnliche Geschäftsmodelle einsteigen, indem sie ein internetbasiertes oder TV-basiertes Angebot für Echtschmuck starten. Folglich besteht das Risiko, dass der elumeo Konzern nicht entsprechend auf das veränderte Wettbewerbsumfeld reagieren kann. Das Management des elumeo Konzerns beobachtet und analysiert regelmäßig die bestehende Wettbewerbssituation und definiert ggfs. Gegenmaßnahmen. Angesichts dieses Wettbewerbsumfelds ist das Management davon überzeugt, dass die Strategie der elumeo SE die richtige Antwort auf die Zukunft ist, um den aktiven Kundinnenstamm zu vergrößern und die Kundenbeziehungen zu vertiefen. Die Strategie der Gesellschaft ruht auf den drei Säulen „Vertikal integrierte und skalierbare Wertschöpfungskette“, „Multiple elektronische Distributionskanäle“ und „Live und interaktive Verkaufsfeatures.“ In der Abteilung Customer Relationship Management werden sämtliche Marketingmaßnahmen an Bestandskunden koordiniert. Ziel ist es, über den gestiegenen Customer Life Time Value den Gesamtumsatz zu steigern
1.3. Wachstumsrisiken Es besteht das Risiko, dass der elumeo Konzern nicht in der Lage ist, ein erneutes Wachstum effizient zu gestalten. Dies könnte das Wachstum verlangsamen oder auch verhindern sowie nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des elumeo Konzerns haben. Bei der Expansion des Produkt- und Serviceangebots und bei der Übernahme und Anwendung des technologischen Fortschritts, insbesondere hinsichtlich des sich verändernden Nutzungsverhaltens in Bezug auf Mobiltelefone und Smart TVs, besteht das Risiko, dass nicht in ausreichendem Maße auf angepasste Kundenbedürfnisse und verändertes Nachfrageverhalten reagiert wird. Das Management des elumeo Konzerns setzt verschiedene Instrumente ein, um die Akzeptanz seines Produkt- und Serviceangebots sowie die Kundenzufriedenheit zu überwachen. Daher ist das Unternehmen in der Lage, angemessen auf Veränderungen im Kundenverhalten zu reagieren. 1.4. Technologische Risiken Das Marktumfeld ist durch einen rasanten technologischen Wandel geprägt, woraus das Risiko resultiert, dass Wettbewerber durch deren frühzeitige Adaption neuer Technologien am Markt signifikante Wettbewerbsvorteile erlangen. Um diesem Risiko proaktiv zu begegnen, treibt der elumeo Konzern den internen Digitalisierungsgrad durch gezielte Projekte kontinuierlich voran. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf der Evaluation und Integration aktueller Entwicklungen in Bereichen Machine Learning und Künstliche Intelligenz. Durch die Einbindung dieser Technologien in bestehende Workflows und Tools werden Prozesse optimiert und die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells gesichert.
2. Operative Risiken
2.1. Reputationsrisiko (Qualität und Ethik) Die Schmuckstücke, die die elumeo SE vertreibt, werden von lokalen Partnern und Produzenten hergestellt, mit denen unsere Einkäufer langjährige Erfahrung haben. Ausführliche Qualitätskontrollen nach jedem Arbeitsschritt sichern ein hohes handwerkliches Niveau. Defekte oder mangelhafte Produkte beeinflussen die Kundenzufriedenheit und können die Wiederkäuferrate negativ beeinflussen. Der elumeo Konzern hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass Lieferanten nur solche Produkte liefern, die unter fairen und nachhaltigen sozialen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen produziert und verkauft werden. Sollte elumeo dennoch in Verbindung mit dubiosen oder zwielichtigen Quellen gebracht werden, könnte das das Ansehen der Gesellschaft und das ihrer Marken negativ beeinflussen. Zu diesem Zweck haben wir klare vertragliche Vereinbarungen definiert und versuchen, uns durch Präsenz vor Ort von der Einhaltung der Vorgaben zu überzeugen.
2.2. Beschaffungsrisiken Die dauerhafte Stabilität unserer Lieferkette hängt im Wesentlichen von unserem zentralen Einkaufsteam in Berlin in Zusammenarbeit mit lokalen Experten ab. Lieferengpässe bei bestimmten nachgefragten Edelsteinen oder Minen, die keine Steine mehr fördern, könnten sich negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Dem begegnen wir mit einer hohen Anzahl an Edelsteinvarietäten und von Herstellern mit flexiblen Bestellvolumina. Der elumeo Konzern ist Preisschwankungen und der begrenzten Verfügbarkeit von Rohstoffen und Fertigungsmaterial (wie zum Beispiel Edelsteine, Edelmetalle, Energie und Komponenten) ausgesetzt. elumeo konnte stets gestiegene Edelmetallpreise durch höhere Verkaufspreise, wenn auch zeitversetzt, kompensieren. 2.3. Bestandsrisiken Durch die Integration der Wertschöpfungskette müssen wir die Bestellmengen den Absatzerwartungen anpassen. Dies erfolgt mittels einer tagesgenauen Absatzplanung in Verbindung mit Prognosen und Hochrechnungen über den zu erwartenden Verbrauch unserer Handelswaren. Gleichzeitig wird das Bestandsrisiko durch den hohen Materialbestandteil an Edelmetall und Edelsteinen relativiert. 2.4. Reichweiterisiken Das TV-Geschäft lieferte im Geschäftsjahr einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtperformance. Durch entsprechende Verträge sichern wir uns die notwendige Bandbreite, um unser TV-Programm auszustrahlen. Der elumeo Konzern ist hierbei der Komplexität der prognostizierten Umsatz- und Margenentwicklung aus den Reichweiteverträgen ausgesetzt. Die Prognose erfolgt durch die Historie an Daten, um Handlungsalternativen im Rahmen von Vertragsverhandlungen zu entwickeln. Hierbei ist der Zugang der elumeo SE zu den beiden wichtigsten Reichweitenwegen in Deutschland, Satellit und Kabelfernsehen, von hoher Bedeutung. Gleichzeitig versucht die Gesellschaft, über neue Distributionskanäle wie Mobile Apps und Smart TV Apps alternative Zugangswege zu den Kunden zu etablieren. Im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) erfolgte am 1. Juli 2024 die Streichung des so genannten Nebenkostenprivilegs. Seitdem dürfen die Gebühren für Kabelfernsehen nicht mehr auf Mieterinnen und Mieter umgelegt werden – mit der Folge der freien Wahl beim Fernsehempfang. Dies führt neben einem Rückgang der erreichten Haushalte für 2025 und die Folgejahre zu gestiegenen Verbreitungsgebühren pro erreichtem Haushalt, da Teile der Einspeisevergütung als Fixbetrag berechnet werden. Die elumeo SE ist dieser Entwicklung mit dem bereits beschriebenen Restrukturierungsprogramm begegnet. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe rechtswidrig überhöht sind. Ein zur außergerichtlichen Beilegung gestellter Gütestellenantrag wurde von Vodafone abgelehnt; elumeo prüft daher aktuell eine gerichtliche Durchsetzung und sieht sich durch drei unabhängige Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. Der geltend gemachte Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013 beläuft sich nach Einschätzung der Gesellschaft auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Allerdings besteht das Risiko, dass Vodafone den rechtlichen Schritten zur Durchsetzung der Ansprüche elumeos mit der Kündigung des Einspeisevertrags begegnen könnte. Die Gesellschaft schätzt dieses Risiko als unwahrscheinlich ein, da eine Kündigung des Einspeisevertrages zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus kartellrechtlichen und medienrechtlichen Gründen angreifbar wäre. 2.5. Personalrisiken Die Mitarbeiter des elumeo Konzerns sind der wesentliche Treiber für den zukünftigen Erfolg der Gruppe. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter insbesondere für die zukünftige Expansion zu finden, wird ein wesentlicher Erfolgsfaktor sein. Das Recruiting und die Bindung der leitenden Mitarbeiter sind von zentraler Bedeutung, um die Qualität und Kreativität der Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten. Im Falle eines Personalabbaus ist die Rechts- und Outplacementberatung von zentraler Bedeutung. 2.6. IT- und Informationsrisiken Cyber-Bedrohungen durch interne oder externe Angriffe sowie Schwachstellen der internen Kontrollen können wesentliche Aspekte der elumeo Domains, einschließlich unserer Anwendungen, Lager-IT-Systeme, Zahlungssysteme und internen IT-Systeme beeinträchtigen. Diese Bedrohungen könnten sich auf die Verfügbarkeit von Daten oder Informationssystemen (Datenverlust), Integrität (fehlerhafte Daten) und Vertraulichkeit (Datenschutzverletzung) auswirken. Falls ein Cyberangriff, insbesondere ein großer, erfolgreich wäre, könnte elumeo einen schweren Schaden erleiden, der zu Umsatzverlusten, Ausgleichszahlungen an Partner, Erpressungszahlungen, Rufschädigung oder Wiederherstellungsaufwand führen könnte. elumeo ist aufgrund seiner wertvollen Daten und seiner Abhängigkeit von IT-Systemen ein potenzielles Ziel. Umfassende technologische Sicherheitslösungen, festgelegte Präventionsansätze sowie spezialisierte interne Ressourcen unterstützen bei der Früherkennung, der zielgerichteten Maßnahmensteuerung sowie der grundsätzlichen Prävention von Cyberbedrohungen und Cybervorfällen. Wesentliche Bestandteile der IT-Struktur des Unternehmens werden von einem eigenen Entwicklerteam betreut. Die konsequente Ausrichtung auf die spezifischen Bedürfnisse des elumeo Konzerns sichert ein hohes Maß an Effizienz. Insbesondere die Skalierbarkeit der Systeme für die zukünftige Expansion wird eine wesentliche Rolle spielen. 2.7. Retouren Ein Anstieg der Rücksendungen durch Kunden, die erheblich über den Erwartungen der Gesellschaft liegen, könnte die Ausgaben erhöhen und dem Geschäft und der Ertragslage schaden. Die Lagerlogistik des elumeo Konzerns ist so aufgebaut, dass auch bei einer hohen Zahl an Retouren eine schnelle Bearbeitung möglich ist. Für Rückerstattungen hält das Unternehmen entsprechende Liquiditätsreserven bereit.
3. Finanz- und Liquiditätsrisiken
Durch die Zahlungsarten Vorkasse, Kreditkarte, Nachnahme sowie Kauf auf Rechnung mit ausgelagertem Risiko, beugt der elumeo Konzern wesentlichen Zahlungsausfällen vor. 3.1. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko stellt das Risiko dar, dass Kunden oder andere Vertragsparteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies kann sich durch das Zahlungsverhalten oder die wirtschaftliche Situation von Kunden und anderen Vertragsparteien oder durch Betrugsfälle ergeben. Ausfallrisiken ergeben sich in erster Linie hinsichtlich Forderungen gegen Kunden sowie Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen. Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gering, da die Warenlieferungen entweder gegen Vorkasse, Kreditkartenzahlung oder per Nachnahme erfolgen. Käufe auf Rechnung und Lastschrift werden durch Zahlungsdienstleister über Factoring verwaltet. Dem Ausfallrisiko wird durch eine auf Erfahrungswerten basierende und die Altersstruktur berücksichtigende pauschalierte Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden vollständig einzelwertberichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos. Zusätzlich besteht für liquide Mittel dahingehend ein Ausfallrisiko, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Dieses Ausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Anlage bei verschiedenen Kreditinstituten mit guter Bonität erfolgt. Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen Vermögenswerte zum jeweiligen Berichtsstichtag. 3.2. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass der elumeo Konzern nicht in der Lage ist, seine eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel des Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Im Bereich der operativen Geschäftsentwicklung liegt der Schwerpunkt der Liquiditätskontrolle auf der Überwachung von Marktentwicklungen insbesondere in den unterschiedlichen Vertriebskanälen und Kundengruppen sowie einer laufenden Kontrolle der eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Qualitätsverbesserung bei Lieferanten von Schmuck. Die geschäftsführenden Direktoren haben Sensitivitätsüberlegungen angestellt, die insbesondere negative Planabweichungen im operativen Geschäftsbereich beinhalten. Nach Einschätzung des Managements liegt derzeit kein als wahrscheinlich einzustufendes Planungsszenario vor, das dazu führt, dass bei negativen Planabweichungen im operativen Bereich Liquiditätsengpässe entstehen könnten, die sich nicht durch Gegenmaßnahmen kompensieren ließen. Zudem könnte bei einer mittel- bis langfristig verschlechterten Profitabilität kurzfristig weitere Liquidität durch aggressive Abverkaufmaßnahmen generiert werden. 3.3. Währungsrisiko Liefervereinbarungen und Umsätze werden im überwiegenden Maße auf EURO-Basis getroffen und abgewickelt, daher bestehen kurzfristig keine Währungsrisiken. Gleichwohl kommt es mittelfristig und langfristig bei Abwertungen des EURO gegenüber den lokalen Währungen in den Beschaffungsländern zu Margenrisiken. Diese entstehen durch die dann erhöhten Anschaffungskosten in den Beschaffungsländern aufgrund der Währungsverhältnisse. 3.4. Zinsrisiko Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinsen schwanken. Das Risiko des Konzerns betraf in Bezug auf Änderungen der Marktzinssätze in erster Linie die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG, bei der eine Zinsmarge auf den variablen EURIBOR-Basiszinssatz angewandt wird. Aufgrund des moderaten Gesamtvolumens der variablen Verschuldung bei der UniCredit Bank AG führen selbst spürbare Zinsänderungen nur zu geringfügigen, absolut überschaubaren Auswirkungen auf den Zinsaufwand und das Finanzergebnis der Gesellschaft. Daher wird das verbleibende Zinsänderungsrisiko zum aktuellen Berichtszeitpunkt als nicht wesentlich betrachtet. Nach Ansicht der Gesellschaft besteht zudem kein bedeutendes Zinsrisiko für die Zinsaufwendungen nach IFRS 16, da jede Änderung des für die Leasingverträge verwendeten zusätzlichen Kreditzinssatz direkte Auswirkungen auf die entsprechende Leasingverbindlichkeit und das Nutzungsrecht des Vermögenswertes in gleicher Höhe hat.
Das Geschäft des elumeo Konzerns ist Gegenstand von regulatorischen Anforderungen und Risiken und beinhaltet Unsicherheiten in Bezug auf rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen der elumeo Konzern aktiv ist. Der elumeo Konzern ist weiterhin Steuerrisiken ausgesetzt. 4.1. Datenschutz Kundinnen und Kunden vertrauen dem Unternehmen ihre personenbezogenen Daten an. Dementsprechend unterliegt elumeo auf EU- und nationaler Ebene zahlreichen Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre. Dazu gehören insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), aber auch lokale Gesetzesrahmen sowie Änderungen des Telemediengesetzes, der ePrivacy-Richtlinie und der vorgeschlagenen ePrivacy-Verordnung oder der DSGVO-bezogenen Bußgeldrichtlinien, die gemeinsam von den nationalen Datenschutzbehörden veröffentlicht wurden. Die Gesellschaft ist verpflichtet, mit diesen Daten verantwortungsbewusst umzugehen und sie vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Um das Risiko potenzieller Verstöße zu minimieren, überwachen die Datenschutzbeauftragten der elumeo SE fortlaufend die Datenschutzanforderungen, unterstützen bei der Erarbeitung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen und Prozesse, bieten Beratung, Expertise und Training. Diese Aufsicht umfasst eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung insbesondere mit den IT- und Entwicklungsteams, um zur Umsetzung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Daten beizutragen. 4.2. Geldwäscheprävention Die Geschäftsabläufe im elumeo Konzern sind so strukturiert, dass das Risiko der Geldwäsche minimiert wird. Der Geldwäschebeauftragte des elumeo Konzerns kontrolliert laufend ggf. erforderliche Maßnahmen. Änderungen im Geldwäschegesetz und in den Anforderungen an Güterhändler werden im Rahmen von internen Schulungsprogrammen Rechnung getragen. 4.3. Steuerrisiken Der elumeo Konzern ist Steuerrisiken ausgesetzt. Steuerrisiken resultieren insbesondere aus abweichenden Rechtsauffassungen sowie Sachverhaltsauslegungen seitens der Finanzbehörden auf der einen Seite sowie der Gesellschaft und ihrer steuerlichen Berater auf der anderen Seite. Für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 wurde eine Betriebsprüfung der Gesellschaften der elumeo SE mit Sitz in Deutschland durchgeführt, die zu einer Steuerverbindlichkeit von TEUR 144 führte. Diese wurde im Geschäftsjahr 2025 vollständig beglichen. 4.4 Rechtliche Risiken Der elumeo Konzern ist versucht, seine rechtlichen Risiken gering zu halten. Dennoch ist die Gesellschaft Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, insbesondere aus dem Markenrecht, Datenschutzrecht oder Steuerrecht. Darüber hinaus können auch rechtliche Auseinandersetzungen aus dem früheren Aktionärskreis die Entwicklung der Gruppe beeinflussen. Am 26. September 2023 wurde die elumeo SE vom Amtsgericht Kreuzberg über die Zustellung einer neuen Klage der Kat Florence LLC, Miami, Florida, informiert. Die Klage entspricht im Wesentlichen einer bereits in 2022 in Florida eingereichten und rechtskräftig abgewiesenen Klage. Die Kat Florence LLC macht geltend, dass die elumeo SE im Rahmen einer Auskunftsklage unrechtmäßig in ihre Geschäftsbeziehung mit Gem Shopping Network Inc. (GSN), Atlanta eingegriffen habe. Inhalt der Auskunftsklage der elumeo SE war die Aufforderung an GSN, der elumeo SE Auskunft über die Herkunft bestimmter Edelsteine zu erteilen, die bei GSN angeboten wurden. Die neue Klage wurde beim Georgia Northern District Court in Atlanta, Georgia eingereicht. Das Kammergericht hat letztinstanzlich am 21. Januar 2025 den Antrag auf Zurückweisung der Zustellung zurückgewiesen; die Klage wurde der elumeo SE am 25. Januar 2025 zugestellt. Das Bezirksgericht Atlanta hat die Klage mit Urteil vom 4. März 2026 abgewiesen. Rechtsmittel wurden durch die Klägerin bisher nicht eingelegt. elumeo geht davon aus, dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe rechtswidrig überhöht sind. Um eine Beilegung dieses Konfliktes im Rahmen eines Mediationsverfahrens zu ermöglichen, hat Juwelo einen Gütestellenantrag gestellt, welcher von Vodafone jedoch abgelehnt worden ist. Juwelo prüft daher eine gerichtliche Durchsetzung dieses Anspruchs und sieht sich durch drei unabhängige Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. elumeo geht von einem Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013 aus, der sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag beläuft.
5. Chancen
Entwicklung des E-Commerce-Markts Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) erwartet in seiner Prognose für 2026 eine Fortführung der Markterholung und ein (nominales) Umsatzwachstum im E-Commerce mit Waren von 3,8 %. Laut Statista wird die Zahl der Nutzer im Markt für E-Commerce in Deutschland laut Prognosen bis 2029 kontinuierlich um insgesamt 4,09 Millionen (+8,6%) steigen. Gemäß den Berechnungen wird die Nutzeranzahl im Jahr 2029 schätzungsweise den Wert von 51,77 Millionen und damit einen neuen Höchststand erreichen.[13] Wachstumsmarkt Online-Schmuckhandel Laut der Online-Plattform statista wird der Umsatz weltweit bis 2029 auf 414 Milliarden Euro steigen. Der Trend zu Online- und Mobile-Geschäften wird zunehmende Bedeutung gewinnen.[14]
Der elumeo Konzern sieht sich hierbei mit seiner stetig weiterentwickelten App und der für Smartphones optimierten Darstellung der Webshops in einer sehr guten Ausgangslage. Zudem bieten sich für das Unternehmen gute Möglichkeiten, durch eigene Marken von der Entwicklung des Schmuckmarktes für Marken zu profitieren.
Internationalisierung 2.0 Die Multi-Language-Plattform ermöglicht es Juwelo, in Deutschland produzierte Shows automatisiert in andere Sprachen zu übersetzen und in Märkten wie Spanien und Italien auszustrahlen. Die internationalen Sendefenster wurden im Juli 2024 gestartet, seitdem konnten ihre Umsätze kontinuierlich und höchst effizient gesteigert werden.
Reichweite Vor dem Hintergrund des weggefallenen Nebenkostenprivilegs und der damit einhergehenden höheren Verbreitungsgebühren pro erreichtem Haushalt hat die elumeo SE das bestehende Vergütungsmodell kartellrechtlich prüfen lassen. elumeo geht davon aus, dass insbesondere die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe rechtswidrig überhöht sind. Drei unabhängige Gutachten von renommierten, international tätigen und auf Kartellrecht spezialisierten Anwaltskanzleien gehen davon aus, dass die elumeo SE einen Anspruch auf Absenkung der Entgelte in der Zukunft sowie auf Schadensersatz in zweistelliger Millionenhöhe für zu viel gezahlte Entgelte in der Vergangenheit geltend machen kann. Inzwischen hat das Unternehmen eine der Kanzleien mit der außergerichtlichen und gegebenenfalls auch gerichtlichen Geltendmachung der Schadensersatzansprüche beauftragt. Sofern die Einspeiseentgelte auf das aus Sicht der Gesellschaft angemessene und rechtlich zulässige Niveau gesenkt werden, können daraus Kostenpotenziale von jährlich bis zuEUR 1,4 Mio. gehoben werden.
Mitarbeiter und Know-how-Potenzial Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Schlüsselmitarbeiter des elumeo Konzerns loyal an das Unternehmen gebunden sind. Trotzdem erwartet sie, dass diese im Falle des Verlustes bestimmter Führungspersonen mittelfristig adäquat ersetzt werden können. Durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds und betrieblicher Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eines anreizorientierten Vergütungssystems wird die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen zusätzlich gefördert.
Die Expertise der hochqualifizierten Mitarbeiter, welche teilweise bereits seit Langem im Konzern beschäftigt sind, ermöglicht eine zuverlässige und zügige Umsetzung der Konzernstrategien. Die Unternehmensleitung verfügt ebenfalls über umfangreiches, langjähriges und detailliertes Markt- und Branchenwissen. Schadensersatzansprüche Am 21. Februar 2023 hat das Kammergericht Berlin festgestellt, dass der mit der Kat Florence LLC am 15. Januar 2016 unter der Bezeichnung Exclusive Distribution Agreement (Exklusive Vertriebsvereinbarung) geschlossene Vertrag durch die Kündigung der Beklagten vom 3. September 2018 nicht zum 3. September 2018 beendet wurde und über den 3. September 2018 hinaus ungekündigt fortbestand, jedenfalls bis 15. Januar 2021. Es wurde eine Klage auf Schadensersatz für den entgangenen Gewinn für das Jahr 2020 von TEUR 1.066 gegen die Kat Florence Design Limited eingereicht. Dieser Klage wurde am 19.01.2024 stattgegeben. Die Beklagte hat hiergegen keine Rechtsmittel eingelegt, das Urteil ist somit rechtskräftig. Die elumeo SE prüft im Moment, wie dieses Urteil vollstreckt werden kann. Verzögerungen ergaben sich insbesondere aus der Notwendigkeit, die im Verfahren benötigten Dokumente fortlaufend ins Griechische zu übersetzen. Mit einem Abschluss des Verfahrens wird auch im Geschäftsjahr 2026 noch nicht gerechnet. Entwicklung im Geschäftsjahr 2025
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung 2026 Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt einerseits durch kriegerische Auseinandersetzungen in der Ukraine, im Nahen Osten und in der Golfregion sowie andererseits durch die protektionistische Handelspolitik der Vereinigten Staaten geprägt Folglich hat der Internationale Währungsfonds (IWF) laut Statista seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum im April 2026 von zuvor 3,3 % auf 3,1 % gesenkt. Nach Einschätzung des IWF bleibe die Weltwirtschaft damit zwar auf Wachstumskurs, verliere aber an Dynamik. Laut IWF belasteten steigende Energiepreise, zunehmende Unsicherheit und mögliche Verwerfungen an den Finanzmärkten die globale Nachfrage. Besonders energieabhängige Volkswirtschaften und exportorientierte Länder reagieren empfindlich auf diese Entwicklungen. Insgesamt zeigt die IWF-Prognose: Die Weltwirtschaft bleibt widerstandsfähig, steht aber unter wachsendem Druck. Wie stark das Wachstum letztlich ausfällt, hänge entscheidend davon ab, wie lange der Konflikt andauert und wie stark er die Energieversorgung und die globalen Märkte beeinträchtigt. Auch für Deutschland hat der IWF seine Prognose um 0,3 Prozentpunkte gesenkt und erwartet für 2026 ein Wachstum von 0,8 %.[15] Die Bundesregierung ist in ihrem Frühjahrsgutachten zurückhaltender und erwartet für 2026 lediglich ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,6 %. Für den E-Commerce-Markt erwartet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e. V. (bevh) in seiner Prognose für 2026 eine Fortsetzung der Markterholung und ein nominales Umsatzwachstum mit Waren von 3,8 %. Laut einer Prognose des Verbands Privater Medien (VAUNET) bleibt Teleshopping als Vertriebskanal trotz des intensiven Wettbewerbs durch Online-Handel und Social Commerce auch im Jahr 2026 relevant; die Umsätze werden auf Vorjahresniveau von rund EUR 2,1 Mrd. erwartet.
Entwicklung des elumeo Konzerns 2026 Nach der erfolgreichen Umsetzung der im April 2025 beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen geht das Management für das Geschäftsjahr 2026 von einer Fortsetzung des im zweiten Halbjahr 2025 eingeschlagenen Profitabilitätspfads aus. Die verschlankten Strukturen, die automatisierte Sendungsproduktion sowie die Fokussierung des Produktangebots auf werthaltigen Schmuck haben zu einer deutlich reduzierten Kostenbasis geführt. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld aufgrund geopolitischer Konflikte, anhaltend hoher Gold- und Silberpreise sowie einer noch fragilen Konsumentenstimmung herausfordernd. Im Rahmen der von bevh prognostizierten E-Commerce-Markterholung erwartet das Management für den elumeo Konzern im Geschäftsjahr 2026 – ausgehend vom restrukturierten Umsatzsockel des Jahres 2025 – eine Umsatzveränderung zwischen -7 % und +10 % gegenüber dem Vorjahr. Vor dem Hintergrund des bisherigen Geschäftsverlauf geht das Management von einem Wert in der Mitte dieses Korridors aus. Entscheidend für den negativen oder positiven Geschäftsverlauf des Gesamtjahres ist nach Einschätzung des Managements insbesondere die Konsumlaune der Kundinnen und Kunden. Diese hänge nicht nur von der realen Entwicklung der Inflation in Deutschland ab, sondern auch von einem eher empfundenen oder befürchteten Anstieg des Preisniveaus. Je stärker die tatsächliche Kaufkraft sinke oder die befürchtete Inflation steige, desto eher wirke sich dies negativ auf den Umsatz von elumeo aus. Im Umkehrschluss gelte aber auch: Je besser sich die Konsumentenstimmung bzw. die Bereitschaft einzukaufen entwickle, desto stärker seien die positiven Effekte auf den Umsatz der Gesellschaft. Die Rohertragsmarge wird stabil bis leicht steigend im Korridor von 47 % bis 49 % erwartet; gestiegene Einstandspreise für Gold und Silber sollen durch Verkaufspreisanpassungen und Produktmix-Effekte weitgehend kompensiert werden. Für das bereinigte EBITDA – die zentrale Steuerungskennzahl – rechnet das Management für 2026 mit einem Wert zwischen EUR -0,5 Mio. und EUR 1,5 Mio. Vor dem Hintergrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im ersten Quartal 2026 und des noch nicht abgeschlossenen zweiten Quartals 2026 geht das Management von einem Wert in der Mitte dieses Korridors aus. Das obere Ende der Ergebnisspanne kann die Gesellschaft erreichen, falls die rechtliche Auseinandersetzung mit Vodafone bereits in 2026 einen für die Gesellschaft positiven Ausgang dahingehend nimmt, dass das Telekommunikationsunternehmen die Einspeiseentgelte noch für das Jahr 2026 auf das aus Sicht der Gesellschaft angemessene und rechtlich zulässige Niveau senkt. Dies hätte eine unmittelbar positive Wirkung auf das Ergebnis. Ein Ergebnis am unteren Ende der Spanne droht dagegen dann, wenn sich die geopolitische Lage mit ihren multiplen Krisen und Kriegsszenarien verfestigt oder gar verschlechtert, die zuvor dargelegte Erwartung des Managements an das Umsatzwachstum nicht eintritt und sich die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2026 am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite realisiert. Entscheidend hierfür wird insbesondere die Entwicklung der Konsumstimmung im dritten und vierten Quartal sein.
Grundsätzlich gilt: Das Ergebnis der elumeo SE als Holding hängt maßgeblich von der Entwicklung der Juwelo Deutschland GmbH sowie der an diese weiterbelasteten Kosten ab. Mit der weiteren Verbesserung des operativen Cashflows der Juwelo Deutschland GmbH sollten sich die Ausleihungen und Forderungen der elumeo SE gegenüber der Juwelo Deutschland GmbH zunehmend reduzieren. Das Kostensenkungsprogramm sieht zudem eine weitere Reduktion der Rechtsberatungskosten bei der elumeo SE vor. Für 2026 rechnet die Gesellschaft mit einem Umsatz aus Kostenweiterbelastungen von rund TEUR 100 und einem Jahresergebnis zwischen EUR 0,2 Mio. und EUR 0,5 Mio.
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als geschäftsführende Direktoren der elumeo SE, dass die Gesellschaft bei den im vorstehenden Bericht aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen, die in Beziehungen zu verbundenen Unternehmen stehen, eine angemessene Gegenleistung erhielt, beurteilt nach den Umständen, die den geschäftsführenden Direktoren zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem das Rechtsgeschäft vorgenommen bzw. die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde. Die Gesellschaft wurde dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und § 315d HGB sowie die Corporate Governance Erklärung können auf der Homepage der Gesellschaft unter https://www.elumeo.com/investor-relations/corporate-governance eingesehen werden.
Unsere Mission und unsere Key Stakeholder Unsere Mission ist es, hochwertigen Schmuck zu einem bezahlbaren Luxus für alle zu machen. Wir sehen es als eine große Chance, dass wir durch die Fokussierung auf elektronische Vertriebswege Endkunden hochwertigen Schmuck zu günstigen Preisen anbieten können. Wir sind überzeugt, dass wir durch die langjährige Zusammenarbeit unserer Einkäufer mit Herstellern und lokalen Partnern auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette in besonderem Maße faire und familienfreundliche Arbeitsbedingungen bieten und damit unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber gerecht werden. Als börsennotiertes Unternehmen sind neben den Mitarbeitern naturgemäß die Aktionäre in besonderem Maße an der Nachhaltigkeit unseres wirtschaftlichen Handelns interessiert. Die dritte wichtige Stakeholder-Gruppe sind unsere Kunden, die mit regem Interesse unsere Kommunikation zu Nachhaltigkeitsthemen verfolgen.
Nachhaltigkeitsmanagement Die strategische Verantwortung für Nachhaltigkeit trägt bei elumeo die Geschäftsführung, die dabei von der Konzernrechtsabteilung unterstützt wird. Aufgrund der flachen Hierarchien können alle Mitarbeiter jederzeit proaktiv Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit vorschlagen. In Anbetracht der überschaubaren Größe des Unternehmens sowie der Beschränkung auf einen Geschäftsbereich haben wir uns dazu entschieden, den Nachhaltigkeitsbericht auf Grundlage eigener Überlegungen, jedoch ohne Anwendung eines anerkannten Standards zu erstellen. Als Handlungsfelder für das Management und damit für den Bericht über Nachhaltigkeit haben wir folgende drei Hauptthemen identifiziert: Mitarbeiter, Lieferkette und Rohstoffe sowie Integrität. Umweltbelange hingegen spielen in Anbetracht des Geschäftsmodells lediglich eine untergeordnete Rolle, so dass hierzu kein eigenes Konzept verfolgt wird. Unsere Mitarbeiter Ohne engagierte und kreative Mitarbeiter könnte der elumeo Konzern nicht erfolgreich sein. Daher sind uns faire Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmer und die Förderung einer sicheren Arbeitsumgebung besonders wichtig. Wir haben die familiäre und offene Arbeitsweise aus unserer Startup-Zeit bewahrt und bieten unseren Mitarbeitern im Rahmen der Möglichkeiten größtmögliche Flexibilität. Inklusion und Diversität sind im elumeo Konzern nicht nur Stichworte, sondern werden gelebt. Ein großer Teil unserer Mitarbeiter ist weiblich. Die Vielfalt der Nationalitäten, Religionen, familiären Konstellationen oder sexuellen Orientierungen wird nicht erfasst, ist jedoch positiv spürbar. Lieferkette und Rohstoffe Ein großes Nachhaltigkeitsrisiko im Bereich Schmuck und Juwelierwaren ist eine unethische Gewinnung der verarbeiteten Rohstoffe, insbesondere durch Verstoß gegen die Menschenrechte, etwa durch Kinderarbeit oder durch die Ausbeutung von Arbeitskräften. Einer unserer Vorteile ist es, dass wir unseren Schmuck teilweise in enger Kooperation mit lokalen Partnern herstellen. Im Übrigen pflegen unsere Einkäufer zu den Herstellern langjährige Beziehungen. So überzeugen wir uns immer wieder durch stichprobenartige Besuche von den Arbeitsbedingungen, unter denen unserer Schmuckstücke gefertigt werden, und können die Einhaltung unserer hohen Standards gewährleisten. Zudem stellt unser Einkauf durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit unseren Lieferanten sicher, dass diese seriös arbeiten und ihrerseits die Rohstoffe, insbesondere Gold und Silber sowie Edelsteine, ausschließlich aus konfliktfreien Regionen unter Einhaltung gängiger ethischer Standards beziehen. Zudem kontrollieren wir bei unseren Vertragspartnern regelmäßig, dass ihnen keine Verstöße gegen national und international anwendbare Sanktionen vorgeworfen werden. Unser Compliance Management-System (s.u.) stellt u.a. mit Hilfe einer Whistleblowing-Hotline sicher, dass etwaige Zweifel an der Seriosität von Lieferanten unmittelbar der Compliance-Beauftragten des elumeo Konzerns, dem Leiter des Prüfungsausschusses sowie dem im Verwaltungsrat Zuständigen für Fragen mit Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance zur Kenntnis gebracht werden. Integrität Ethisch einwandfreies Handeln und ein integres Geschäftsgebaren sind für uns von herausragender Bedeutung. Der elumeo Konzern entspricht nicht nur den gesetzlichen Anforderungen, sondern wendet auch die höchsten ethischen Standards an. Unsere Unternehmenskultur ist geprägt von Verantwortung, Respekt und Vertrauen. Rechtmäßiges Verhalten ist die Grundlage unserer täglichen Arbeit und somit unseres Erfolgs. Daher hat der Verwaltungsrat einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) beschlossen. Er definiert unsere Ethik- und Compliance-Standards als weltweit tätiges Unternehmen und dient als Leitfaden für Führungskräfte sowie Mitarbeiter. Wir erwarten von allen Führungskräften und Mitarbeitern des elumeo Konzerns, jederzeit gemäß den Grundsätzen des Verhaltenskodex zu handeln. Wir tolerieren kein unethisches oder rechtswidriges Verhalten. Der Zweck des Verhaltenskodexes ist es, jedem im elumeo Konzern dabei zu helfen, seine persönliche Verantwortung klar zu verstehen. Er gilt für alle Mitglieder des Unternehmens: von Verwaltungsratsmitgliedern über Führungskräfte bis hin zu Mitarbeitern. Der Verhaltenskodex stellt eine Mindestanforderung dar. Sofern gesetzliche Bestimmungen, Verordnungen oder Vorschriften, seien sie lokal, national oder international, gegenüber der im Verhaltenskodex erwähnten Inhalte eine strengere Position einnehmen, so sind diese zu beachten und einzuhalten. Im Falle eines Konflikts zwischen dem Verhaltenskodex und einer obligatorischen lokalen Verordnung, ist die Verordnung maßgebend. Im Hinblick auf unsere Integrität behandelt der Verhaltenskodex insbesondere auch die Themenfelder Geldwäscheprävention, Anti-Korruptionsmaßnahmen, Wettbewerbs- und Kartellrecht, unsere Beziehungen zu Geschäftspartnern und Lieferanten sowie Richtlinien für soziale Medien. Um die Einhaltung innerhalb des elumeo Konzerns zu gewährleisten, hat der Verwaltungsrat Compliance-Richtlinien sowie ein Compliance-Managementsystem (s.o.) eingeführt und eine Compliance-Organisation gegründet. Teil dessen ist auch ein internes System zur anonymen Meldung möglicher Verstöße (Whistleblowing). Alle Führungskräfte und Mitarbeiter werden dazu ermutigt, sich an unseren ständigen Bemühungen zu beteiligen, unsere Compliance-Risiken zu analysieren und unser Compliance-Managementsystem zu verbessern.
Die elumeo SE ist eine börsennotierte Gesellschaft, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 WpÜG notiert sind. Insofern ist das Unternehmen verpflichtet, in den Lage- bzw. Konzernlagebericht die in § 289a HGB und § 315a HGB bezeichneten Angaben offenzulegen. Diese Informationen sollen Dritten, die an der Übernahme einer börsennotierten Gesellschaft interessiert sind, ermöglichen, sich ein Bild von der Gesellschaft, ihrer Struktur und potenziellen Übernahmehindernissen zu machen. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital der elumeo SE betrug am 31. Dezember 2025 insgesamt EUR 5.927.420 (31. Dezember 2024: EUR 5.927.420) und war eingeteilt in 5.927.420 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je Aktie. Sämtliche Aktien sind mit gleichen Rechten und Pflichten verbunden. Jede Aktie berechtigt zu einer Stimme in der Hauptversammlung der Gesellschaft. Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Dem Verwaltungsrat liegen keine Informationen über etwaige Beschränkungen zur Stimmrechtsausübung oder Beschränkungen hinsichtlich der Übertragbarkeit der Aktien vor, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Beteiligungen am Kapital, die 10,0% der Stimmrechte überschreiten Zum 31. Dezember 2025 bestanden die folgenden direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital der elumeo SE, die die Schwelle von 10,0% der Stimmrechte überschritten: Blackflint Ltd., Paphos, Zypern (direkt), Blackflint GmbH, Berlin (indirekt) und Herr Wolfgang Boyé, Berlin (indirekt). Für weitere Informationen zu Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 WpHG wird auf den Anhang des Jahresabschlusses der elumeo SE verwiesen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Es wurden keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben, die Kontrollbefugnisse verleihen. Stimmrechtskontrolle bei der Beteiligung von Arbeitnehmern Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der elumeo SE beteiligt sind. Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie geschäftsführender Direktoren; Änderungen der Satzung Hinsichtlich der Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Verwaltungsrats wird auf die anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften der §§ 28, 29 SEAG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 9 Abs. 2 der Satzung der elumeo SE, dass die Verwaltungsratsmitglieder von der Hauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt werden. Hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von geschäftsführenden Direktoren wird auf die anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften des § 40 SEAG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 16 Abs. 1 der Satzung der elumeo SE, dass der Verwaltungsrat einen oder mehrere geschäftsführende Direktoren bestellt. Er kann einen dieser geschäftsführenden Direktoren zum Chief Executive Officer und einen oder zwei zu stellvertretenden Chief Executive Officers ernennen. Geschäftsführende Direktoren können gemäß § 16 Abs. 4 der Satzung der elumeo SE jederzeit durch Beschluss des Verwaltungsrats mit einfacher Mehrheit abberufen werden. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 11 Abs. 4 der Satzung der elumeo SE). Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die elumeo SE hat zum Bilanzstichtag keine Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels beinhalten. Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit dem Verwaltungsrat oder Arbeitnehmern getroffen sind Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der elumeo SE, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Verwaltungsrats oder den Arbeitnehmern getroffen sind.
In der Gesamtbetrachtung beurteilen die geschäftsführenden Direktoren den Verlauf des Geschäftsjahres 2025 als herausfordernd, aber zufriedenstellend. Nach einem erfolgreich umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzprogramm zur Bewältigung der herausfordernden Marktsituation erreichten alle wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens wie Umsatz, Marge und bereinigtes Ergebnis den im Frühjahr 2025 mit Start des Restrukturierungsprogramms definierten Zielkorridor. Die Erlöse lagen sogar über den kommunizierten Erwartungen der Gesellschaft. Damit ist die Gesellschaft gut gerüstet, das Unternehmen auch bei weiteren Marktunsicherheiten durch mögliche neue Turbulenzen zu führen. Auslöser für die in Q2/2025 eingeleitete Restrukturierung war eine unter den Erwartungen gebliebene Umsatzentwicklung in Verbindung mit gestiegenen Einspeiseentgelten pro Haushalt in Kabelnetzen infolge des Wegfalls des so genannten Nebenkostenprivilegs bei Netzbetreibern. elumeo geht davon aus, dass die Einspeiseentgelte für die Verbreitung des Fernsehsignals von Juwelo in den Netzen der Vodafone Gruppe rechtswidrig überhöht sind. Um eine Beilegung dieses Konfliktes im Rahmen eines Mediationsverfahrens zu ermöglichen, hatte Juwelo einen Gütestellenantrag gestellt, welcher von Vodafone jedoch abgelehnt wurde. Juwelo prüft daher eine gerichtliche Durchsetzung dieses Anspruchs und sieht sich durch drei unabhängige Gutachten in seiner Rechtsposition bestärkt. elumeo geht von einem Schadensersatzanspruch aufgrund überhöhter Einspeiseentgelte seit 2013 aus, der sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag beläuft. Neben den erhöhten Einspeiseentgelten belasten makroökonomische Unsicherheiten infolge der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie handelspolitische Spannungen die Konsumstimmung im Geschäftsjahr 2025. Die in diesem Kontext erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen wirkten ergänzend zu bereits im Jahr 2024 gestarteten Kostensenkungsprogrammen. Zu den Kernmaßnahmen der Restrukturierung von April 2025 gehörten insbesondere die verstärkte automatisierte Ausstrahlung von TV-Sendungen auf Basis bereits produzierten Contents mittels KI-basierter Technologie sowie die Fokussierung des Produktangebots auf Schmuck im Preissegment über EUR 50. In Folge dieser Maßnahmen konnten die Personalkapazitäten der Juwelo Deutschland GmbH angepasst und fast 50 Vollzeitstellen abgebaut werden. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten, die insbesondere das Konsumverhalten und damit die Visibilität der Geschäftsentwicklung beeinflussen, sieht die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bisher bewusst eine vergleichsweise breite Bandbreite vor. Das Management erwartet eine Umsatzveränderung zwischen -7 % und +10 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 sowie ein bereinigtes EBITDA von EUR -0,5 Mio. bis EUR 1,5 Mio. bei einer stabilen bis leicht steigenden Bruttomarge von 47 % bis 49 %. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen infolge der im Jahr 2025 umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen sowie durch den konsequenten Ausbau KI-gestützter Prozesse gut aufgestellt, um flexibel auf volatile Marktbedingungen zu reagieren, Effizienzpotenziale zu heben und die Profitabilität auch in einem herausfordernden Umfeld abzusichern. In Summe rechnen die geschäftsführenden Direktoren nach der erfreulichen Entwicklung in den ersten zwölf Monaten der Restrukturierung für 2026 mit einer weiteren Stabilisierung. Das 2024 gestartete Wachstumsprogramm #juwelo100 soll weiter vorangetrieben werden. Dabei wird dem verstärkten Einsatz von KI eine Schlüsselrolle zufallen, hier sieht sich elumeo gut aufgestellt. Das Ziel von #juwelo100 ist es unverändert, die operative Performance zu steigern und im Kerngeschäft bis zum Jahr 2033 einen Umsatz von EUR 100 Mio. zu erreichen.
Berlin, 11. Juni 2026 elumeo SE
Die geschäftsführenden Direktoren
Florian Spatz Boris Kirn
Geschäftsbericht 2025
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung 50 Konzern-Bilanz 52 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 54 Konzern-Kapitalflussrechnung 56
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Geschäftsjahre vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 und 2024
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2025 und 2024
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2025 und 2024
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Geschäftsjahre vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 und 2024
Inhaltsverzeichnis
A. Informationen zum elumeo-Konzern.............................................................................................................................. B. Grundlagen des Konzernabschlusses.............................................................................................................................. C. Geänderte Standards und Interpretationen des IASB............................................................................................... D. Grundsätze der Konsolidierung........................................................................................................................................ Konsolidierungskreis............................................................................................................................................................ Stichtag des Konzernabschlusses........................................................................................................................................ Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze....................................................................................................................... Schuldenkonsolidierung Entkonsolidierung Erfolgskonsolidierung Funktionale Währung, Berichtswährung und Währungsumrechnung......................................................................... E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden..................................................................................................................... Klassifizierung in kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden.......................................................... Immaterielle Vermögenswerte............................................................................................................................................ Sachanlagen.......................................................................................................................................................................... Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen.................................. Leasingverhältnisse – Konzern als Leasingnehmer.......................................................................................................... Laufende und latente Ertragsteuern.................................................................................................................................. Latente Steuern.................................................................................................................................................................... Vorräte................................................................................................................................................................................... Finanzinstrumente............................................................................................................................................................... Gezeichnetes Kapital........................................................................................................................................................... Leistungen an Arbeitnehmer.............................................................................................................................................. Rückstellungen..................................................................................................................................................................... Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen.................................... Segmentberichterstattung................................................................................................................................................... Ertrags- und Aufwandsrealisierung................................................................................................................................... Erwartete Retouren.............................................................................................................................................................. F. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen............................................................... G. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung.............................................................................................. (1) Umsatzerlöse.............................................................................................................................................................. (2) Umsatzkosten............................................................................................................................................................. (3) Vertriebskosten.......................................................................................................................................................... (4) Verwaltungskosten.................................................................................................................................................... (5) Sonstige betriebliche Erträge.................................................................................................................................... (6) Sonstige betriebliche Aufwendungen..................................................................................................................... (7) Finanzergebnis........................................................................................................................................................... (8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.............................................................................................................. (9) Personalaufwendungen und Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen.............................................. (10) Abschreibungen......................................................................................................................................................... (11) Ergebnis je Aktie........................................................................................................................................................ (12) Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.................................................................................................... .Erläuterungen zur Konzern-Bilanz.......................................................................................................................................... (13) Immaterielle Vermögenswerte................................................................................................................................. (14) Sachanlagen................................................................................................................................................................ (15) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten.............................................................. (16) Vorräte........................................................................................................................................................................ (17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen...................................................................................................... (18) Sonstige finanzielle Vermögenswerte...................................................................................................................... (19) Übrige Vermögenswerte........................................................................................................................................... (20) Zahlungsmittel........................................................................................................................................................... (21) Eigenkapital................................................................................................................................................................ (22) Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch eigene Eigenkapitalinstrumente........................................ (23) Finanzverbindlichkeiten........................................................................................................................................... (24) Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.................................................................................................................... (25) Erhaltene Anzahlungen............................................................................................................................................ (26) Rückstellungen........................................................................................................................................................... (27) Steuerverbindlichkeiten............................................................................................................................................ (28) Übrige Verbindlichkeiten......................................................................................................................................... (29) Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung........................................................................... (30) Latente Steuern.......................................................................................................................................................... (31) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten........................................................................................................ H. Sonstige Angaben................................................................................................................................................................. Management von finanziellen Risiken.............................................................................................................................. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten.......................................................................... Ergänzende Erläuterungen nach HGB............................................................................................................................. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag...................................................................................................................................
Konzernanhang Firma, Sitz, Gründung und Handelsregister des berichtenden Mutterunternehmens Die elumeo SE (nachfolgend auch „Gesellschaft” genannt) ist die Muttergesellschaft des elumeo-Konzerns, Sitz der elumeo SE ist der Erkelenzdamm 59/61 in 10999 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft wird im Handelsregister Berlin-Charlottenburg in der Abteilung B unter der Nr. 157 001 B geführt. Die elumeo SE ist eine börsennotierte Gesellschaft in der Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (Societas Europaea). Die Gesellschaft hat eine monistische Leitungsstruktur mit dem Verwaltungsrat als Leitungs- und Kontrollorgan. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Geschäftstätigkeit aufgestellt. Geschäftstätigkeit des elumeo-Konzerns Der elumeo-Konzern ist in der Gestaltung, der Beschaffung und dem Vertrieb von Schmuck, Juwelierwaren, Edelsteinen und verwandten Produkten über Fernsehen und sonstige, insbesondere elektronische, Vertriebswege (Internet) in den Hauptmärkten Deutschland und Italien tätig. Die maßgebliche Vertriebsart sind interaktive Live-Angebote. Genehmigung des Konzernabschlusses Der Verwaltungsrat hat den Konzernabschluss am 11. Juni 2026 zur Veröffentlichung genehmigt. Anwendung der IFRS Der Konzernabschluss der elumeo SE für das zum 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr (im Folgenden auch „Konzernabschluss 2025“) wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind („IFRS“), erstellt. Darüber hinaus wurden die Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB berücksichtigt. Der Konzernabschluss berücksichtigt alle IFRS, die am Berichtsstichtag verabschiedet sind und deren Anwendung in der Europäischen Union verpflichtend ist. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss umfasst die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Bilanz, die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Konzern-Bilanz gliedert die Vermögenswerte und Schulden entsprechend ihrer Fristigkeiten in kurzfristige oder langfristige Bestandteile. Der Konzernabschluss wird in Euro („EUR“) erstellt. Die Angaben erfolgen in Tausend Euro („TEUR“) bzw. Millionen Euro („EUR Mio.“). Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Textverweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozent, usw.) auftreten. Anzuwendendes Regelwerk Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS sind die Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London (Vereinigtes Königreich), den Interpretationen (IFRIC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) bzw. den seitens des Standing Interpretations Committee (SIC) verlautbarten Interpretationen. Herausgegebene, anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften des IASB Standards, Interpretationen und Änderungen des IAS/IFRS, die erstmalig im Geschäftsjahr 2025 verpflichtend anzuwenden sind, werden nachfolgend mit ihren Auswirkungen auf den elumeo-Konzern dargestellt.
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses vom IASB verabschiedete und bereits teilweise von der Europäischen Union übernommene Standards, die aber erst für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2026 verpflichtend anzuwendenden sind und die für die elumeo SE praktische Relevanz haben, werden nachfolgend dargestellt.
IFRS 18 „Darstellung und Angaben im Abschluss“ ersetzt ab dem 1. Januar 2027 IAS 1. Der Standard führt neue Kategorien und Zwischensummen in der Gewinn- und Verlustrechnung (operativ, investiv, finanzierend) sowie erweiterte Angabepflichten ein. Der Konzern erwartet im Wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung und den Ausweis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie zusätzliche Anhangangaben; Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung werden nicht erwartet. IFRS 18 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen und wird rückwirkend angewendet werden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wird die elumeo SE keinen Gebrauch machen. Der Konzern analysiert derzeitig die Auswirkungen der Änderungen auf die primären Abschlussbestandteile sowie die Anhangsangaben. Auf Basis der bisherigen Einschätzung werden insbesondere folgende Auswirkungen erwartet:
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2025 umfasst grundsätzlich die Abschlüsse des Mutterunternehmens elumeo SE und der von der Gesellschaft direkt oder mittelbar beherrschten Tochtergesellschaften. Die elumeo SE beherrscht ein Beteiligungsunternehmen gemäß IFRS 10 Konzernabschlüsse nur dann, wenn sie alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
Von Beherrschung ist regelmäßig auszugehen, wenn eine Stimmrechtsmehrheit vorliegt. Um diese Annahme zu stützen oder wenn die elumeo SE weniger als die Mehrheit der Stimmrechte oder vergleichbarer Rechte eines Beteiligungsunternehmens besitzt, bezieht die Gesellschaft alle relevanten Sachverhalte und Umstände ein, um zu beurteilen, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht, darunter:
Sofern neue Sachverhalte und Umstände darauf hinweisen, dass hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale der Beherrschung Änderungen eingetreten sind, so beurteilt die Gesellschaft erneut, ob sie Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen ausübt oder nicht. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt, wenn die elumeo SE die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen erlangt, und endet, wenn die elumeo SE die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Beteiligungsunternehmens, welches im Laufe eines Geschäftsjahres erworben oder veräußert wurde, sind im Konzernabschluss ab dem Tag, an dem die elumeo SE die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen erlangte, bis zum Tag, an dem die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen endete, enthalten. Eine Veränderung der Beteiligungsverhältnisse an einem Beteiligungsunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion erfasst. Sofern die Gesellschaft die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen verliert, werden die entsprechenden Vermögenswerte (einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwertes), die Schulden, die Minderheitenanteile und andere Eigenkapitalbestandteile (einschließlich der auf das Beteiligungsunternehmen entfallenden Rücklagen aus Währungsumrechnungsdifferenzen) entkonsolidiert, wobei ein sich ergebender Gewinn oder Verlust als Entkonsolidierungserfolg in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Jeder gegebenenfalls im elumeo-Konzern verbleibende (Minderheiten-)Anteil wird zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Bisher im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminierte konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Verhältnis zu einem Beteiligungsunternehmen werden in der Konzern-Bilanz angesetzt. In den Konsolidierungskreis zum 31.12.2025 sind unverändert zum Vorjahr neben der elumeo SE als Holding folgende Gesellschaften einbezogen, an denen die elumeo SE im Geschäftsjahr 2025, direkt oder mittelbar über zwischengeschaltete Tochtergesellschaften, 100% der Geschäftsanteile hielt:
Wir verweisen zusätzlich auf die Ausführungen zum Anteilsbesitz „Ergänzende Erläuterungen nach HGB“ unter Punkt I. Stichtag des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 umfasst die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 („Geschäftsjahr“, „Berichtsjahr“ oder „Berichtsperiode“). Die Veränderungen im Vorjahresvergleich werden als Jahr zu Jahr („YoY“) bezeichnet. Bis auf die jooli marketplace Pvt. Ltd. haben sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ein dem Kalenderjahr identisches Geschäftsjahr. Das Geschäftsjahr der jooli marketplace Pvt. Ltd. beginnt am 01. April und endet am 31. März. Zum 31. Dezember 2025 wurde für die jooli marketplace Pvt. Ltd ein Zwischenabschluss erstellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und konzerninterne Verbindlichkeiten aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden, soweit sie in der Berichtsperiode entstanden sind, erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung durch den Konzern endet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Im Rahmen der Erfolgskonsolidierung werden konzerninterne Erträge und Aufwendungen verrechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Aufrechnungsdifferenzen werden, soweit sie in der Berichtsperiode entstanden sind, erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zwischengewinneliminierung Nach IFRS 10 sind konzernintern erwirtschafteten Gewinne im Konzern erst dann erfolgswirksam zu berücksichtigen sind, wenn Empfänger der Lieferung konzernfremde Dritte (Endkunden) sind. In der Folge sind die nicht realisierten Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen zu eliminieren. Funktionale Währung, Berichtswährung und Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgt auf Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem ein Unternehmen tätig ist und in dem es hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet, wird als dessen funktionale Währung bezeichnet. Die funktionale Währung des Mutterunternehmens elumeo SE ist der Euro (EUR). Der Konzernabschluss wird in EUR als Berichtswährung aufgestellt. Fremdwährungstransaktionen werden von den Konzernunternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls jeweils gültigen Kassakurs in ihre funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich in saldierter Form unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften, deren Abschlüsse in einer anderen funktionalen Währung als dem EUR aufgestellt sind, werden zum Berichtsstichtag zum Wechselkurs am Berichtsstichtag in EUR umgerechnet. Erträge und Aufwendungen in der Ergebnisrechnung werden zum Berichtsstichtag mit dem gewichteten Durchschnittskurs der Berichtsperiode umgerechnet. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften wird zum jeweiligen historischen Wechselkurs umgerechnet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der in ausländischer Währung erstellten Abschlüsse werden im sonstigen Ergebnis erfasst, eine Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei Abgang oder teilweisem Abgang des betreffenden ausländischen Geschäftsbetriebs Sie werden in der Rücklage für Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen. Klassifizierung in kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden Der elumeo-Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Konzern-Bilanz in kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden. Ein Vermögenswert wird als kurzfristig eingestuft, wenn dieser primär zu Handelszwecken gehalten oder seine Realisierung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag beziehungsweise innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird. Eine Verbindlichkeit ist als kurzfristig einzustufen, wenn die Erfüllung der Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet wird oder der elumeo-Konzern kein uneingeschränktes Recht hat, die Erfüllung der Verbindlichkeit um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden als langfristig eingestuft. Latente Steueransprüche und -schulden werden grundsätzlich als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer vorgenommen. Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer vorgenommen. Einbauten in gemietete Gebäude werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und über die Restlaufzeiten der zugrunde liegenden Mietverträge unter Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen oder, sofern zutreffend, über die kürzere betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen Abschreibungsdauern und -methoden Die Abschreibungen werden grundsätzlich, basierend auf den betriebsspezifischen Einschätzungen, planmäßig linear über folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern vorgenommen:
Die Abschreibungsdauer/-methode der Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer wird mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden entweder infolge eines Abgangs ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird. Ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang eines Vermögenswertes wird als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Restbuchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Berichtsperiode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertminderungstest Der elumeo-Konzern überprüft an jedem Berichtsstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung (Wertminderungsindikatoren) für in der Konzern-Bilanz ausgewiesene nicht finanzielle Vermögenswerte oder einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheiten vorliegen. Sind solche Wertminderungsindikatoren erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird ein Wertminderungstest durchgeführt. Sofern ein Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wertgemindert ist, werden aufwandswirksame Wertminderungen erfasst. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten des elumeo-Konzerns gelten grundsätzlich alle rechtlich selbständigen Konzerngesellschaften. Um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands zu bestimmen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird der Betrag bezeichnet, der durch den Verkauf eines Vermögenswertes in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen vertragswilligen Parteien erzielt werden könnte. Die Bestimmung des Nutzungswertes erfolgt anhand der erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse. Dabei wird ein marktgerechter Zinssatz vor Steuern, der die Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, die sich noch nicht in den geschätzten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüssen niederschlagen, zugrunde gelegt. Wird der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit niedriger als sein Buchwert eingeschätzt, wird dieser auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Bei einer Wertaufholung in einer Folgeperiode wird der Buchwert des Vermögenswertes entsprechend dem festgestellten erzielbaren Betrag angepasst. Die Wertaufholungsobergrenze wird durch die Höhe der fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bestimmt, die sich ergeben, wenn keine Wertminderung in den Vorperioden erfasst worden wäre. Die Wertaufholung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Leasingverhältnisse – Konzern als Leasingnehmer Leasingverhältnisse werden beim Leasingnehmer ab dem Zeitpunkt, zu dem ein Leasingobjekt zur Nutzung zur Verfügung steht, als Nutzungsrecht am Leasingobjekt und Leasingverbindlichkeit bilanziert. Ausgenommen hiervon sind kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse mit einer Leasinglaufzeit von bis zu zwölf Monaten) sowie Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Die Anschaffungskosten eines Nutzungsrechts ergeben sich aus dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen, der anfänglichen direkten Vertragskosten sowie der geschätzten Kosten für den Abbau bzw. die Wiederherstellung des Leasingobjekts. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren Zeitraum aus Nutzungsdauer und erwarteter Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Bei erstmaliger Erfassung wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt; die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Das Nutzungsrecht wird bei erstmaliger Erfassung in Höhe der Leasingverbindlichkeit angesetzt, ggf. erhöht um anfängliche direkte Kosten, und anschließend über den Zeitraum des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasinglaufzeit basiert auf der unkündbaren Grundlaufzeit eines Leasingverhältnisses unter Einbeziehung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen des Leasingnehmers, sofern hinreichend sicher ist, dass diese Optionen künftig ausgeübt werden. Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis erfasst. Sie werden zudem in den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einbezogen, während Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten als separater Posten des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt werden. Laufende und latente Ertragsteuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Berichtsperiode setzten sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital verbucht werden, werden direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis innerhalb der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode auf Basis der Vorschriften des IAS 12 Ertragsteuern. Latente Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen (temporary concept) zwischen im IFRS-Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den Wertansätzen der Steuerbilanz gebildet, sofern diese Differenzen in der Zukunft zu Steuerentlastungen oder Steuerbelastungen führen. Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von:
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen welches die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Berichtsstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen welches der latente Steueranspruch verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Berichtsstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ermöglicht. Der Betrachtungszeitraum zur Bildung von latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug 3 Jahre (Im Vorjahr: 3 Jahre). Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Vorräte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden auf Basis einer Einzelbewertung unter Verwendung des gleitenden Durchschnittsverfahren ermittelt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert erfolgen, sofern zutreffend, für Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit bzw. auf Grundlage der voraussichtlichen Absatzmöglichkeiten der betreffenden Produkte. Allgemeine Angaben Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der elumeo-Konzern Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus diesen finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Finanzielle Vermögenswerte Sämtliche finanziellen Vermögenswerte des elumeo-Konzerns sind der Klassifizierungskategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ zugeordnet. Es handelt sind um nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die angefallenen Transaktionskosten werden in die Zugangsbewertung einbezogen. In der Folgezeit werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen, die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel zugeordnet. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Der elumeo-Konzern bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Ein Wertminderungsverlust oder -gewinn ist erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, wenn der Vermögenswert wertgemindert wird. Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden hierbei entsprechend eines vereinfachten Ansatzes stets in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts am Bilanzstichtag bewertet, die mit Hilfe von vertriebskanal- und länderspezifischen Wertberichtigungssätzen auf Basis von historischen Ausfallquoten und weiteren wertbeeinflussenden Faktoren ermittelt werden. Für alle anderen finanziellen Vermögenswerte, bei denen sich seit dem erstmaligen Ansatz das Kreditrisiko nicht signifikant erhöht hat, wird der erwartete Kreditverlust angesetzt, der innerhalb der nächsten 12 Monate zu erwarten ist. Für Finanzinstrumente, bei denen es zu einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos gekommen ist, wird die Risikofürsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditausfälle ermittelt. Finanzielle Vermögenswerte werden weiterhin im Rahmen von Einzelwertberichtigungen ganz oder teilweise abgeschrieben, wenn nach angemessener Beurteilung nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass eine vollständige Realisierung möglich ist. Der Konzern führt hierzu eine individuelle Einschätzung über den Zeitpunkt und die Höhe der Abschreibung durch, basierend darauf, ob eine angemessene Erwartung an die Einziehung vorliegt. elumeo schätzt zu jeden Abschlussstichtag ein, ob finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bonität beeinträchtigt sind. Ein finanzieller Vermögenswert ist in der Bonität beeinträchtigt, wenn ein Ereignis oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts auftreten. Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität beeinträchtig ist, umfassen unter anderem die folgenden beobachtbaren Daten:
Die Feststellung der beeinträchtigten Bonität erfolgt nicht automatisch bei einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen, sondern immer auf Basis der individuellen Beurteilung durch das Kreditmanagement. Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie einerseits als uneinbringlich eingestuft werden und andererseits sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer Folgeperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Regelfall „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ bewertet. Diese werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten und in der Folge unter Verwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im elumeo-Konzern werden dieser Kategorie die Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kreditorischen Debitoren, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sofern die Verpflichtung, die der jeweiligen Verbindlichkeit zugrunde liegt, entweder erloschen, aufgehoben oder bereits erfüllt ist. Zusammengesetzte finanzielle Verbindlichkeiten Bei dem von der Gesellschaft begebenen Wandeldarlehen handelt es sich um hybrides Finanzinstrument, das aus einem Basisvertrag/Kassainstrument und einem eingebetteten Derivat (Wandlungsrecht) zusammensetzt. Die spezifischen Merkmale des eingebetteten Derivats führt dazu, dass die Wandelanleihe aus einem als Fremdkapital zu klassifizierendes Kassainstrument und einer ebenfalls als Fremdkapital zu klassifizierenden grundsätzlich trennungspflichtigen derivativen Komponente besteht. Das als Fremdkapital zu klassifizierendes Kassainstrument wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Das eingebettete Derivat wird nach dem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Saldierung von Finanzinstrumenten Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und somit der Nettobetrag in der Konzern-Bilanz ausgewiesen, wenn:
Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird im elumeo-Konzern grundsätzlich davon ausgegangen, dass ein Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf eines Vermögenswerts oder die Übertragung einer Schuld erfolgt, entweder stattfindet auf dem:
Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Im Konzernabschluss wird der beizulegende Zeitwert für die Bewertung bzw. die Angabepflichten grundsätzlich auf dieser Grundlage ermittelt. Der elumeo-Konzern wendet Bewertungsmethoden an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die in hinreichendem Umfang Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei sind beobachtbare Eingangsparameter den nicht beobachtbaren Eingangsparametern vorzuziehen. Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Regelmäßig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. Sämtliche Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt wird, werden in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Bedeutung beobachtbarer Eingangsparameter in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet. Die Klassifizierung basiert auf dem beobachtbaren Parameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Sofern Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, bestimmt der elumeo-Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben. Zu den Berichtsstichtagen bewertet der elumeo-Konzern keine in den Anwendungsbereich des IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts fallenden Vermögenswerte oder Schulden zu einem beizulegenden Zeitwert, der wesentlich von deren Buchwert abweicht. Die der Ausgabe von Stammaktien unmittelbar zurechenbaren Kosten werden als Abzug vom Eigenkapital erfasst. Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst, sofern die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlendem Betrag zu erfassen, wenn der elumeo-Konzern gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Anteilsbasierte Vergütungen Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente der elumeo SE an Arbeitnehmer des Konzerns und an andere, die vergleichbare Dienstleistungen erbringen, werden unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells gemäß IFRS 2 zum beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über denjenigen Zeitraum als Aufwand mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals erfasst, in dem die Begünstigten einen uneingeschränkten Anspruch auf die Vergütungszusage (Erdienungszeitraum) erwerben. Der als Aufwand zu erfassende Betrag ist in der Folge so anzupassen, dass die Anzahl der Zusagen widergespiegelt wird, für die die entsprechenden Dienst- und nicht marktabhängigen Leistungsbedingungen erwartungsgemäß erfüllt werden. Im Ergebnis basiert der als Aufwand erfasste Betrag auf der Anzahl der Zusagen, die die entsprechenden Bedingungen am Ende des Erdienungszeitraums erfüllen. Für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausübungsbedingungen, die Marktbedingungen sind (z. B. die Steigerung des Aktienkurses) wird der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung unter Berücksichtigung dieser Bedingungen ermittelt. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Aufwand erfasst, wenn der elumeo-Konzern Kosten für eine Umstrukturierung erfasst oder das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr zurückziehen kann. Rückstellungen werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen gebildet, wenn der elumeo-Konzern eine gegenwärtige (rechtliche und/oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und darüber hinaus die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe wird unter Berücksichtigung aller aus der Verpflichtung erkennbaren Risiken bestmöglich geschätzt. Dabei wird grundsätzlich von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden, sofern wesentlich, auf den Berichtsstichtag abgezinst. Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern, die aus der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber (Kündigung) aus Restrukturierungs- oder sonstigen Maßnahmen resultieren, werden angesetzt, sofern sie am Bilanzstichtag bereits vertraglich konkretisiert wurden bzw. bei noch nicht ausgesprochenen Abfindungszahlungen bzw. Vergütungsfortzahlungszusagen in Folge von Freistellung bereits konkret absehbar sind. Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen Verpflichtungen dar, deren Existenz vom Eintreten eines oder mehrerer zukünftiger Ereignisse abhängt, die nicht vollständig durch den elumeo-Konzern beeinflusst werden können. Zum anderen fallen hierunter bestehende Verpflichtungen, für die zum Bilanzstichtag nicht mit überwiegend hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Vermögensabfluss zu rechnen ist oder für die die Höhe des Vermögensabflusses nicht hinreichend zuverlässig bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen sind nicht in der Konzern-Bilanz zu erfassen, sondern separat im Konzernanhang zu erläutern. Die strategischen und operativen Standortfunktionen sind in Berlin zusammengefasst. Die immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Nutzungsrechte befinden sich dementsprechend in Deutschland. Der elumeo-Konzern bündelt seine Geschäftstätigkeit entsprechend der internen Steuerung in einem Segment, das dem fortzuführenden Bereich des Konzernabschlusses entspricht. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden nach IFRS 15 erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die der Konzern im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Der Konzern ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass er bei seinen Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da er die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen innehat, bevor diese auf den Kundenübergehen. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Die Ertragsrealisierung setzt darüber hinaus die Erfüllung der nachfolgenden Ansatzkriterien voraus:
elumeo bildet die erwartete Rücksendung von Waren in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto ab und schmälert die Erlöse um den geschätzten retournierten Umsatz in voller Höhe. Der beim Versand aufwandswirksam erfasste Warenabgang wird in Höhe der geschätzten Retouren korrigiert. elumeo bildet die erwartete Rücksendung von Waren auch in der Bilanz brutto ab. Dabei wird in den übrigen Vermögenswerten ein Herausgabeanspruch auf Waren aus erwarteten Retouren aktiviert. Die Höhe des Vermögenswerts entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung erwartet wird. Zudem wird eine Rückstellung gebildet und damit in Höhe der erwarteten Retouren der bisher erfasste Umsatz korrigiert.
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert vom Verwaltungsrat und dem erweiterten Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die Auswirkungen auf die im Konzernabschluss angewendeten Rechnungslegungsmethoden und die dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die damit im Zusammenhang stehenden Angaben haben. Obwohl diese Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen des Verwaltungsrats und erweiterten Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen, erfolgen, können die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen abweichen. Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen kommen dabei insbesondere in folgenden Bereichen zur Anwendung:
Wir verweisen auf die Erläuterungen zur Konzern-Bilanz. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen am Abschlussstichtag und der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfeldes. Soweit sich diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen sowie die Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Erlöse aus Produktverkäufen nach geografischen Regionen der Kunden:
Die Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr. Wesentliche Ursache war ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm der Gruppe in 2025, welches auch eine Reduzierung der Ausstrahlungszeiten im Vergleich zum Vorjahr beinhaltete. Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzkosten gingen stärker zurück als die Umsätze und führten so zu einem Anstieg der Rohertragsmarge.
Die Vertriebskosten beinhalten die nachfolgenden Aufwendungen:
Die Vertriebskosten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr. Ursache war ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm der Gruppe in 2025 welches insbesondere zu einem Rückgang der Personalkosten führte. Die Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
Der Rückgang der Verwaltungskosten betrifft vor allem die Personalkosten und resultiert im Wesentlichen aus dem Personalabbau im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen; vgl. die Angaben zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl unter Abschnitt I.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 51 (2024: TEUR 194), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 38) und Erträge aus der Modifikation von Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrafen im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr. TEUR 147).
Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Inanspruchnahme der Rahmenkreditlinie von der UniCredit Bank AG, von Darlehen eines Zahlungsdienstleisters und von Krediten eines Lieferanten sowie das in 2024 emittierte Wandeldarlehen. Der Sollzinssatz der Rahmenkreditlinie von der UniCredit Bank AG wird gemäß vertraglicher Vereinbarung an die Entwicklung des Monatsdurchschnittssatzes für EURIBOR-3M angepasst. Die Bereitstellungsprovision für die Rahmenkreditlinie beträgt 0,50% auf den jeweils zugesagten, aber nicht beanspruchten Kreditbetrag. Der Kredit des Zahlungsdienstleisters legt eine Gebühr in Höhe von TEUR 14 je Kredit fest. Der Zinssatz des Kredites des Lieferanten betrug 7,5% pro Jahr. Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder Für die Geschäftsjahre 2025 und 2024 beträgt der Gesamtsteuersatz des Mutterunternehmens elumeo SE – einschließlich der gesetzlichen Körperschaftsteuersatz (15,00%) zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,50%) und Gewerbesteuer (14,35%) – insgesamt 30,175%. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde die vom Deutschen Bundestag am 11. Juli 2025 beschlossene Gesetzesänderung berücksichtigt. Das Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland sieht eine stufenweise Absenkung des Körperschaftsteuersatzes von derzeit 15 % auf 10 % beginnend ab dem 1. Januar 2028 vor. Die erwarteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die sich bei Anwendung des Gesamtsteuersatzes der elumeo SE von 30,175% auf das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) des elumeo-Konzerns ergeben hätten, lassen sich wie folgt auf die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag überleiten:
Der vorläufige Betrag der steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland beläuft sich zum 31. Dezember 2025 auf rund EUR 69,4 Mio. (im Vorjahr: EUR 68,6 Mio.) für körperschaftsteuerliche Zwecke und auf rund EUR 67,7 Mio. (im Vorjahr: EUR 67,3 Mio.) für gewerbesteuerliche Zwecke. Der elumeo-Konzern hat auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge für körperschaftsteuerliche Zwecke von EUR 69,8 Mio. (Im Vorjahr: EUR 66,2 Mio.) und für gewerbesteuerliche Zwecke von EUR 68,4 Mio. (Im Vorjahr: EUR 64,9 Mio.) keine latenten Steuern aktiviert. Der elumeo-Konzern kommt auf Grundlage seiner Analyse der Einhaltung der länderspezifischen steuerrechtlichen Vorschriften und der Verrechnungspreise zu dem Ergebnis, dass für ausgewählte Berichtsperioden eine Anpassung der Verlustvorträge zwar grundsätzlich nicht wahrscheinlich ist, jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Im Ergebnis könnte sich hieraus eine Anpassung des nicht genutzten steuerlichen Verlustvortrags ergeben. Die steuerlichen Verlustvorträge sind grundsätzlich nur durch diejenige Gesellschaft nutzbar, bei der die steuerlichen Verluste entstanden und nach geltendem Steuerrecht nicht verfallen sind. Aufgrund entsprechender inländischer und ausländischer gesetzlicher Regelungen können die steuerlichen Verlustvorträge im elumeo-Konzern grundsätzlich zeitlich unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Gewinnen der jeweiligen Gesellschaften verrechnet werden. Der elumeo-Konzern hat auf abzugsfähige temporäre Differenzen bei den Vorräten (Eliminierung von enthaltenen Zwischengewinnen), bei der bilanziellen Abbildung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 (Bilanzierung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten) sowie auf steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Der Betrachtungszeitraum zur Bildung von latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug 3 Jahre (Im Vorjahr: 3 Jahre). Die Personalaufwendungen des elumeo-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
Die Anzahl der Mitarbeiter sank im Geschäftsjahr 2025 aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug in der Berichtsperiode 163 (Vorjahr: 192). Während die Anzahl der Mitarbeiter im Vertrieb von 138 auf 118 sank, reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Verwaltung von 54 auf 45. Die Kosten der Altersvorsorge betrugen TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 617).
Die Abschreibungen des elumeo-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht grundsätzlich dem Ergebnis der Aktionäre dividiert durch den gewichteten Durchschnitt der während der Berichtsperiode ausstehenden Aktien. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt
Aus anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumenten (siehe Punkt I. (20)) bestehen zum Stichtag 306.755 (Vorjahr: 423.852) potenziell verwässernde Optionen. Die potenziell verwässernden Aktien aus der Wandelschuldverschreibung betragen unverändert gegenüber dem Vorjahr 88.888. Da der auf die Aktionäre der elumeo SE entfallene Ergebnisanteil nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen und nach Steuern aus fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereichen negativ ist, würde die Berücksichtigung potenziell verwässernden Instrumenten eine Erhöhung des Ergebnisses je Aktie zur Folge haben. Daher werden diese Instrumente gemäß IAS 33 (Ergebnis je Aktie) hier als nicht verwässernd behandelt. Im Ergebnis entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Bezüglich des in 2025 positiven Ergebnisses nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen sind 21.207 Aktien aus den potenziell verwässernden Instrumenten als verwässernd zu berücksichtigen.
Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betrifft die Auflösung der Rückstellung für ungewisse Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich PWK (siehe Punkt 26) . Nachfolgend ist die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichtsjahr dargestellt:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen entgeltlich erworbene Lizenzen sowie Anwendungs-, Büro- und ERP-Software, die planmäßig über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Summe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrug TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 1.121). Im Jahr 2024 haben sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt:
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2025:
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2024:
Die Leasingverhältnisse von elumeo betreffen insbesondere Gebäude (z. B. Logistik und Bürogebäude) und einen IT-Server. Diese Mietverträge enthalten Verlängerungsoptionen und in einigen Fällen Optionen zur Kündigung des Vertrags. Darüber hinaus sehen die Verträge variable Zahlungen vor, die von der Entwicklung des Verbraucherpreisindex abhängig sind, sowie Zahlungen in Verbindung mit Nichtleasingkomponenten (z. B. Servicekosten). Unter den Vermögenswerten aus Nutzungsrechten erfasste sonstige Leasingverhältnisse betreffen Lagerplätze. Allgemeine Angaben zu Leasingverhältnissen
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Buchwerts der Vermögenswerte aus Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2025 und 2024
Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Zukünftige potenzielle Abflüsse von finanziellen Mittel aus Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die nicht in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten erfasst sind, betragen zum 31. Dezember 2025 unverändert gegenüber dem Vorjahr TEUR 2.346. Die gesamten Mittelabflüsse aus Leasingverhältnisse betrugen TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 614). Zur Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten verweisen wir zu den Erläuterungen zum Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko unter Punkt I. Die Vorräte setzen sich zu den jeweiligen Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen Verpackungen. Der Posten unfertige Erzeugnisse betrifft Waren im Atelier, die in einen verkaufsfähigen Zustand gebracht werden. Der Buchwert der wertgeminderten Vorräte beträgt 201 TEUR (Vorjahr: 389 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 13 TEUR (Vorjahr: 49 TEUR) als Wertminderungsaufwand erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristig fällig. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Entwicklungen der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren wie folgt:
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Warenretouren Der elumeo-Konzern bildet die erwartete Rücksendung von Waren brutto ab. Dabei wird in den übrigen Vermögenswerten ein Herausgabeanspruch auf Waren aus erwarteten Retouren aktiviert. Die Höhe des Vermögenswerts entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung erwartet wird. Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben und Guthaben bei Zahlungsdienstleistern. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der elumeo SE zum 31. Dezember 2025 beträgt insgesamt EUR 5.927.420 (31. Dezember 2024: EUR 5.927.420) und ist eingeteilt in 5.927.420 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je Aktie. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Die Gesellschaft war gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 24. Juni 2025 eigene Aktien in einem Volumen von bis zu 10,0% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden gezeichneten Kapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht, so dass zum 31. Dezember 2025 unverändert zum Vorjahr keine eigenen Aktien gehalten wurden. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2025 beträgt TEUR 35.691 (31. Dezember 2024: TEUR 35.654). Im Geschäftsjahr 2025 wurden der Kapitalrücklage Beträge aus der Kapitalerhöhung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 250) und anteilsbasierten Vergütungszusagen nach IFRS 2 von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 62) zugeführt. Genehmigtes Kapital Der Verwaltungsrat der elumeo SE wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 2021 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 24. Juni 2026 einmalig oder mehrmals, ganz oder teilweise um bis zu insgesamt EUR 2.000.000 durch Ausgabe von bis zu 2.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/I). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Aktien im Rahmen von Aktienbeteiligungs- oder anderen aktienbasierten Programmen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens auszugeben, wobei das Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen im Zeitpunkt der Zusage der Aktienausgabe bestehen muss. Im Zusammenhang mit dem in 2022 aufgelegten Aktienprogramm für Mitarbeiter und geschäftsführende Direktoren hat der Verwaltungsrat auf Basis dieser Ermächtigung am 23. November 2022 eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft von Euro 5.500.000 um bis zu Euro 200.000 auf bis zu Euro 5.700.000 gegen Bareinlagen beschlossen. Mit Zustimmung des Verwaltungsrats ist die in 2022 beschlossene Kapitalerhöhung in 2023 durchgeführt worden. Das Grundkapital wurde hierbei von EUR 5.500.000,00 um EUR 177.420,00 auf EUR 5.677.420 aus genehmigtem Kapital erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 17. Februar 2023. Das genehmigte Kapital beträgt nach den Ausschöpfungen EUR 1.572.580. Die Ermächtigung endet mit Ablauf des 24. Juni 2026. Bedingtes Kapital Bedingtes Kapital 2021/I Der Verwaltungsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 2021 ermächtigt, bis zum 24. Juni 2026 (einschließlich) einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen oder Optionsschuldverschreibungen (nachstehend zusammen „Schuldverschreibungen“) mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 150.000.000 zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- und/oder Optionsrechte und/oder Wandlungspflichten oder Optionspflichten zum Bezug von insgesamt bis zu EUR 2.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 2.000.000 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren bzw. zu bestimmen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 1.600.000 durch Ausgabe von bis zu 1.600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an Inhaber oder Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die zum 24. Juni 2026 (einschließlich) von der Gesellschaft oder einem in- oder ausländischen Unternehmen, an dem die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit der Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben werden. Bedingtes Kapital 2021/II Der Verwaltungsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 2021 zur Gewährung von Aktienoptionsrechten (Aktienoptionsprogramm 2021) ermächtigt. Der Verwaltungsrat (ohne Mitwirkung von Verwaltungsratsmitgliedern, die auch geschäftsführende Direktoren sind, soweit Optionsrechte an geschäftsführende Direktoren gewährt werden), wurde ermächtigt, bis zum 24. Juni 2026 einmalig, mehrmalig oder – soweit ausgegebene Optionsrechte verfallen oder sonst erlöschen – wiederholt Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 200.000 neuen nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft an geschäftsführende Direktoren der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zu gewähren (Bedingtes Kapital 2021/II). Zur Gewährung neuer Aktien an die Inhaber solcher Optionsrechte wurde das Grundkapital der Gesellschaft mit Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Juni 2021 um bis zu EUR 200.000 durch Ausgabe von bis zu 200.000 neuen, nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital 2021/II"). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2021 (Tagesordnungspunkt 10 lit. b)) bis zum 24. Juni 2026 ausgegeben werden, von ihren Bezugsrechten auf Stückaktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Von den 200.000 Optionsrechten dürfen • 75.000 Optionsrechte an geschäftsführende Direktoren der Gesellschaft (Gruppe A), • keine Optionsrechte an Arbeitnehmer der Gesellschaft (Gruppe B), • 25.000 Optionsrechte an Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen (Gruppe C) und • 100.000 Optionsrechte an Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen (Gruppe D) ausgegeben werden. Der Verwaltungsrat der Gesellschaft wurde ermächtigt, betreffend Gruppe A ohne Mitwirkung von Verwaltungsratsmitgliedern, die auch geschäftsführende Direktoren sind, und betreffend Gruppen C und D mit den gegebenenfalls rechtlich erforderlichen Zustimmungen von Gremien bei den jeweiligen verbundenen Unternehmen, die weiteren Einzelheiten der Optionsbedingungen sowie der Ausgabe der Bezugsaktien festzulegen. Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2021 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2021 hat der Verwaltungsrat der Gesellschaft die nachstehenden Optionsbedingungen des Aktienoptionsprogramms 2021 betreffend die Ausgabe von Optionsrechten an Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen festgelegt ("AOP 2021 AN VU"). Die Ausgabe der Aktienoptionen erfolgt nach Maßgabe der folgenden Bedingungen: KREIS DER BEZUGSBERECHTIGTEN Der Verwaltungsrat der Gesellschaft legt die einzelnen Bezugsberechtigten und die Zahl der Aktienoptionen, zu deren Bezug sie eingeladen werden sollen, fest. Die vom Verwaltungsrat eingeladenen Personen werden als "Bezugsberechtigte" bezeichnet. Sofern bei einem verbundenen Unternehmen eine zwingende gesetzliche oder vertragliche Zuständigkeit eines Organs dieses verbundenen Unternehmens betreffend die Vergütung eines Bezugsberechtigten besteht, steht die Einladung zum Bezug von Optionsrechten gegenüber diesem Bezugsberechtigten unter dem Vorbehalt der Zustimmung dieses Organs. Im Rahmen des AOP 2021 AN VU können maximal 100.000 Optionsrechte an Arbeitnehmer von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Die Bezugsberechtigten müssen zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionen in einem un-gekündigten Arbeitsverhältnis mit einem mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen stehen. Ein Bezugsrecht der Aktionäre besteht nicht. TRANCHEN, LAUFZEIT, AUSGABETAG Der Verwaltungsrat der Gesellschaft entscheidet – soweit zwingend gesetzlich oder vertraglich erforderlich, mit Zustimmung des zuständigen Organs des verbundenen Unternehmens – über die Anzahl der an die jeweiligen Bezugsberechtigten auszugebenden Aktien-optionen. Die Gewährung der Optionsrechte erfolgt, soweit nicht im Arbeitsvertrag zwischen dem verbundenen Unternehmen und dem Bezugsberechtigten anderweitig geregelt, als freiwillige Leistung der Gesellschaft an die Bezugsberechtigten. Auch bei wiederholter Gewährung von Optionsrechten (selbst ohne ausdrücklich erklärten Freiwilligkeitsvorbehalt) entstehen daher keinerlei Ansprüche – weder gegen die Gesellschaft noch gegen das verbundene Unternehmen – auf die erneute Gewährung von Optionsrechten oder auf ähnliche oder gleichwertige Leistungen. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts durch den Verwaltungsratsbeschluss der Gesellschaft, mit dem die jeweiligen Optionsrechte ausgegeben werden ("Ausgabetag"). Optionsrechte können gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung in mehreren Tranchen – soweit ausgegebene Optionsrechte verfallen oder sonst erlöschen auch wiederholt – bis zum 24. Juni 2026, frühestens jedoch nach Eintragung des Bedingten Kapitals 2021/II im Handelsregister ausgegeben werden. Die Eintragung ist am 09. Juli 2021 erfolgt. Der Ausgabetag muss zudem in dem Zeitraum von 60 Tagen nach der Veröffentlichung
liegen. Die Optionsrechte verfallen nach Ablauf der zehnjährigen Laufzeit entschädigungslos.
INHALT DER OPTIONEN Jedes Optionsrecht berechtigt den Bezugsberechtigten zum Bezug von einer nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stückaktie der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00. Die nach Ausübung der Optionsrechte von der Gesellschaft ausgegebenen neuen Stückaktien nehmen – sofern sie bis zum Beginn der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft entstehen – vom Beginn des vorhergehenden Geschäftsjahres, ansonsten vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Bis zur Ausgabe dieser Stückaktien stehen dem Bezugsberechtigten aufgrund der Optionsrechte weder Bezugsrechte auf neue Stückaktien der Gesellschaft aus Kapitalerhöhungen noch Rechte auf Dividenden oder sonstige Ausschüttungen oder sonstige Aktienrechte zu. AUSÜBUNG DER OPTIONEN Wartezeit Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben. Verfall bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte nur dann in vollem Umfang ausüben, wenn ihr Arbeitsverhältnis mit dem mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen nicht vor Ablauf der Wartezeit – gleich aus welchem Grund – endet. Endet das Arbeitsverhältnis mit dem mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen vor Ablauf der Wartezeit, kommt es pro angefangene drei Monate, die das Ende des Arbeitsverhältnisses vor Ablauf der Wartefrist liegt, zu einem Verfall von 1/16 der Optionsrechte; Bruchteile von weiter bestehenden Optionsrechten werden auf die nächste volle Zahl aufgerundet. Zu einem Verfall von Optionsrechten kommt es nicht für den Fall, dass ein Bezugsberechtigter im unmittelbaren Anschluss an das Ende des Arbeitsverhältnisses mit dem mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ein Arbeits- oder Anstellungsverhältnis mit einer anderen Gesellschaft beginnt, die an dem Aktienoptionsprogramm 2021 teilnimmt; dies gilt nicht – und es kommt zu einem Verfall der Optionsrechte – für den Fall, dass der Bezugsberechtigte Optionsrechte auf der Grundlage des Aktienoptionsprogramms der anderen Gesellschaft erhält. Ausübungspreis/Erfolgsziel
Der Verwaltungsrat hat bis zum 31. Dezember 2025 die folgenden Tranchen aus dem AOP 2021 ausgegeben:
Bedingtes Kapital 2015/II Mit Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 2021 wurde das von der Hauptversammlung am 7. April 2015 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2015/II) aufgehoben, als es einen Betrag von EUR 350.000 übersteigt. Der Verwaltungsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 2021 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 350.000 durch Ausgabe von bis zu 350.000 neuen nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2015/II). Das Bedingte Kapital 2015/ II dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 7. April 2015 durch die Gesellschaft ausgegeben wurden (AOP 2015). Der Verwaltungsrat hat bis zum 31. Dezember 2025 die folgenden Tranchen aus dem AOP 2015 ausgegeben, auf welche noch Ausübungsrechte bestehen:
Aktienoptionsprogramm 2015 (AOP 2015) Die ausstehenden Optionsrechte aus dem AOP 2015 berechtigen die geschäftsführenden Direktoren und Mitarbeiter der elumeo SE sowie Geschäftsführer und ausgewählte Mitarbeiter von Tochtergesellschaften der elumeo SE am Bilanzstichtag zum Erwerb von insgesamt 156.192 Aktien der elumeo SE (31. Dezember 2024: 272.602 Aktien). Die Optionsrechte werden ausübbar, sofern die Begünstigten erstens die vorgesehene Dienstzeit einer Teiltranche ableisten, zweitens das im AOP 2015 festgelegte kapitalmarktbasierte Erfolgsziel erfüllt wird, drittens die Stillhaltefrist verstrichen ist und viertens ein festgelegter Gesamtgewinn aus der Ausübung der Optionsrechte nicht überschritten wird (Ausübungssperre). Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug von je einer Aktie mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je Aktie. Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte aus dem AOP 2015 hat sich wie folgt entwickelt:
Die von der elumeo SE gewährten Vergütungszusagen wurden zu verschiedenen Zeitpunkten erteilt. Die Begünstigten können unverfallbare Optionsrechte zeitlich befristet innerhalb von zehn Jahren (beginnend ab dem Zeitpunkt der Gewährung) ausüben. Die Optionsrechte sind gegen Zahlung des Ausübungspreises ausübbar. Zum Bilanzstichtag sind keine Optionsrechte ausübbar. Wesentliche Vertragsbedingungen der ausgegebenen Tranchen des AOP 2015:
Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte zum Zeitpunkt der Gewährung wurde mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet. Die in das Bewertungsmodell einfließenden Eingangsparameter wurden wie folgt abgeleitet:
Aktienoptionsprogramm 2021 Die ausgegeben Optionsrechte aus dem AOP 2021 berechtigen die geschäftsführenden Direktoren und Mitarbeiter der elumeo SE sowie Geschäftsführer und ausgewählte Mitarbeiter von Tochtergesellschaften der elumeo SE am Bilanzstichtag zum Erwerb von insgesamt 150.563 Aktien der elumeo SE. Die Optionsrechte werden ausübbar, sofern die Begünstigten erstens die vorgesehene Dienstzeit einer Teiltranche ableisten, zweitens das im AOP 2021 festgelegte kapitalmarktbasierte Erfolgsziel erfüllt wird, drittens die Stillhaltefrist verstrichen ist und viertens ein festgelegter Gesamtgewinn aus der Ausübung der Optionsrechte nicht überschritten wird (Ausübungssperre). Jedes Optionsrecht berechtigt zum Bezug von je einer Aktie mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von EUR 1,00 je Aktie. Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte aus Tranche 1 des AOP 2021 hat sich wie folgt entwickelt:
Die Begünstigten können unverfallbare Optionsrechte befristet innerhalb von zehn Jahren (beginnend ab dem Zeitpunkt der Gewährung) ausüben. Die Optionsrechte sind gegen Zahlung des Ausübungspreises ausübbar. Zum Bilanzstichtag sind keine Optionen aus der Tranche 1 des AOP 2021 ausübbar. Im Geschäftsjahr 2025 wurde für die anteilsbasierten Vergütungszusagen aus dem AOP 2021 ein Aufwand von TEUR 37 (Vorjahr: Aufwand TEUR 62) erfasst. Wesentliche Vertragsbedingungen der ausgegebenen Tranche des AOP 2021:
Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte des AOP 2021 zum Zeitpunkt der Gewährung wurde mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet.
Die in das Bewertungsmodell einfließenden Eingangsparameter wurden wie folgt abgeleitet:
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 346 die Kassakomponente von im März 2024 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnominalwert von TEUR 400. Die Anleihe wird mit 3,8 % p.a. und ist endfällig am 20.12.2028. Sofern der Aktienkurs der elumeo SE an mindestens 16 Handelstagen im November 2028 über dem Wandlungspreis von EUR 4,50 liegt, erfolgt eine automatische Wandlung der Schuldverschreibungen in elumeo Aktien; sollte der Kurs darunter liegen, erfolgt die Rückzahlung in bar. Die Notierung der Wandelschuldverschreibungen (WKN A3826G/ ISIN DE000A3826G9) im Freiverkehr an der Düsseldorfer. Aufgrund der Vertragsbedingungen qualifiziert das Wandlungsrecht nicht als Eigenkapitalinstrument im Sinne der IFRS. Daher wurde die Wandelschuldverschreibungen bei Zugang buchungstechnisch in die oben erläuterte Kassakomponente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels Effektivzinsmethode bewertet wird, sowie in eine derivative Verbindlichkeit, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, aufgeteilt. Der Buchwert der derivativen Verbindlichkeit beträgt zum 31.12.2025 TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 46). Das Wandlungsrecht wird nach dem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet. In dem Bewertungsmodell wurden folgende Parameter berücksichtigt: - Wandlungspreis gemäß den Vertragsbedingungen - Historische Volatilität der elumeo Aktie - Laufzeitäquivalenter risikoloser Zinssatz - Aktienkurs der elumeo Aktie Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen die Inanspruchnahme von Krediten eines Lieferanten, der Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG sowie die Inanspruchnahme des Kredites eines Zahlungsdienstleisters. Die Lieferantenkredite betreffen umgewandelte Lieferantenverbindlichkeiten. Die Darlehen waren bis zum 15. Januar 2025 befristet, der Zinssatz betrug 6,2% pro Jahr. Die Darlehen wurden bis zum 15. Januar 2026 zu einem Zinssatz von 7,5 % verlängert. Es werden weiterhin keine Sicherheiten durch die Darlehensnehmerin gestellt. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der UniCredit Bank AG betreffen die teilweise Inanspruchnahme einer zum 25. März 2023 gewährten Rahmenkreditlinie von TEUR 1.000. Der Sollzinssatz wird gemäß vertraglicher Vereinbarung an die Entwicklung des Monatsdurchschnittssatzes für EURIBOR-3M angepasst. Die Bereitstellungsprovision für die Rahmenkreditlinie beträgt 0,50% auf den jeweils zugesagten, aber nicht beanspruchten Kreditbetrag. Der Kredit des Zahlungsdienstleisters legt eine feste Gebühr in Höhe von TEUR 14 und eine Rückzahlung von 10% der eingehenden Verkaufserlösen über die Plattform fest. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Anzahlungen von Kunden für Warenlieferungen. Die zum 31. Dezember 2024 erhaltenen Anzahlungen von TEUR 64 wurden im Geschäftsjahr 2025 als Umsatzerlöse erfasst. Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Vorjahr haben sich die Rückstellungen wie folgt entwickelt:
Erwartete Kundenretouren Der elumeo-Konzern erfasst Verpflichtungen, die aus dem Recht seiner Kunden auf Rückgabe gelieferter Produkte nach Erhalt der Warenlieferung resultieren. Die Höhe der Rückstellung wurde anhand historischer Erfahrungswerte unter Berücksichtigung der bis zur Aufstellung des Abschlusses tatsächlich erfolgten Retouren geschätzt. Nach Art, Höhe und Inanspruchnahme ungewisse Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereichs PWK Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 155 wurden im Geschäftsjahr ergebniswirksam aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in dem Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.
Die Steuerverbindlichkeiten betreffen Ertragsteuern und setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Die Steuerverbindlichkeiten betreffen Ertragsteuern für Vorjahre. Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Allgemeine Angaben Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 Kapitalflussrechnung aufgestellt und zeigt die Veränderung des Bestands an liquiden Zahlungsmitteln des elumeo-Konzerns im Laufe der Berichtsperiode durch Mittelzu- und Mittelabflüsse. Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung aus dem betrieblichen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT), indirekt abgeleitet. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Die liquiden Mittel umfassen die frei verfügbaren Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag setzt sich ausschließlich aus frei verfügbaren Zahlungsmitteln von TEUR 1.644 (Im Vorjahr: TEUR 1.655) zusammen. Änderungen der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit Die Änderungen der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit stellen sich wie folgt dar:
Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen im IFRS-Konzernabschluss angesetztem Buchwert und steuerlichem Buchwert sowie auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, in dem Maße, in dem eine zukünftige Inanspruchnahme hinreichend wahrscheinlich ist, gebildet. Der elumeo-Konzern hat auf abzugsfähige temporäre Differenzen bei den Vorräten (Eliminierung von enthaltenen Zwischengewinnen), bei der bilanziellen Abbildung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 (Bilanzierung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten) und auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Der zugrunde gelegte Steuersatz umfasst die Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag. Zu den Stichtagen der Berichts- und der Vergleichsperiode ergeben sich die nachfolgend dargestellten aktiven latenten Steuern.
Die aktivierten steuerlichen Verlustvorträge der Juwelo Deutschland GmbH reduzierten sich aufgrund voraussichtlich geringerer Nutzbarkeit im Planungszeitraum sowie eines zukünftig sinkenden Körperschaftsteuersatzes.
Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente
Sämtliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Leasingverbindlichkeiten und der Verbindlichkeit aus dem Derivat sind der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet. Die Buchwerte entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Die Verbindlichkeit aus dem in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Derivat in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 46) wird erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die Bewertung des Derivats (Wandlungsrecht der Wandelanleihe) erfolgt mittels eines Black-Scholes-Optionspreismodells unter Berücksichtigung der folgenden Parameter (Stufe 3): - Wandlungspreis gemäß den Vertragsbedingungen - Historische Volatilität der elumeo Aktie - Laufzeitäquivalenter risikoloser Zinssatz - Aktienkurs der elumeo Aktie
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten Die erzielten Nettogewinne bzw. -verluste aus finanziellen Vermögenswerten sowie finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Effekte aus Zinszahlungen und Wertberichtigungen und Wechselkursänderungen. Zu den Wertberichtigungen verweisen wir auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund des geringen Geschäftsvolumens in Fremdwährung ergeben sich keine wesentlichen Nettoergebnisse aus Wechselkursänderungen aus Finanzinstrumenten. Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten lassen sich wie folgt darstellen:
Management von finanziellen Risiken Der elumeo-Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Finanzrisikomanagement zielt darauf ab, die Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, sowie die sich hieraus ergebenen möglichen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage und Liquiditätssituation, durch Überwachung und entsprechende Maßnahmen zu begrenzen.
Marktrisiko Das Marktrisiko ist definiert als das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken kann. Zu den Marktrisiken zählen das Währungsrisiko, das Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken. Währungsrisiken Liefervereinbarungen und Umsätze werden im überwiegenden Maße auf EURO-Basis getroffen und abgewickelt, daher bestehen kurzfristig keine Währungsrisiken. Gleichwohl kommt es mittelfristig und langfristig bei Abwertungen des EURO gegenüber den lokalen Währungen in den Beschaffungsländern zu Margenrisiken. Diese entstehen durch die dann erhöhten Anschaffungskosten in den Beschaffungsländern aufgrund der Währungsverhältnisse.
Zinsrisiken Das Risiko des Konzerns in Bezug auf Änderungen der Marktzinssätze betrifft in erster Linie die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG, bei der eine Zinsmarge auf den variablen EURIBOR-Basiszinssatz angewandt wird. Aufgrund des moderaten Gesamtvolumens der variablen Verschuldung bei der UniCredit Bank AG führen selbst spürbare Zinsänderungen nur zu geringfügigen, absolut überschaubaren Auswirkungen auf den Zinsaufwand und das Finanzergebnis der Gesellschaft. Daher wird das verbleibende Zinsänderungsrisiko zum aktuellen Berichtszeitpunkt als nicht wesentlich betrachtet. Nach Ansicht der Gesellschaft besteht zudem kein bedeutendes Zinsrisiko für die Zinsaufwendungen nach IFRS 16, da jede Änderung des für die Leasingverträge verwendeten zusätzlichen Kreditzinssatz direkte Auswirkungen auf die entsprechende Leasingverbindlichkeit und das Nutzungsrecht des Vermögenswertes in gleicher Höhe hat. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko stellt das Risiko dar, dass Kunden oder andere Vertragsparteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Dies kann sich durch das Zahlungsverhalten oder die wirtschaftliche Situation von Kunden und anderen Vertragsparteien oder durch Betrugsfälle ergeben. Ausfallrisiken ergeben sich in erster Linie hinsichtlich Forderungen gegen Kunden sowie Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen. Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist gering, da die Warenlieferungen entweder gegen Vorkasse, Kreditkartenzahlung oder per Nachnahme erfolgen. Käufe auf Rechnung und Lastschrift werden durch Zahlungsdienstleister über Factoring verwaltet. Dem Ausfallrisiko wird durch eine auf Erfahrungswerten basierende und die Altersstruktur berücksichtigende pauschalierte Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden vollständig ein-zelwertberichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos. Zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt S. (15). Zusätzlich besteht für liquide Mittel dahingehend ein Ausfallrisiko, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Dieses Ausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Anlage bei verschiedenen Kreditinstituten mit guter Bonität erfolgt. Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen Vermögenswerte zum jeweiligen Berichtsstichtag. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko Das Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass der elumeo-Konzern nicht in der Lage sein könnte, seine finanziellen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Daher besteht das primäre Ziel des Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Nach Einschätzung des Managements liegt derzeit kein als wahrscheinlich einzustufendes Planungsszenario vor, das dazu führt, dass bei negativen Planabweichungen im operativen Bereich Liquiditätsengpässe entstehen könnten, die sich nicht durch Gegenmaßnahmen kompensieren ließen. In der nachfolgenden Tabelle wird zum Berichtsstichtag die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten und die damit einhergehenden zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse dargestellt. Die Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten mit ihrem negativen beizulegenden Zeitwert. Einbezogen wurden alle bilanzierten Finanzinstrumente, die am 31. Dezember 2025 im Bestand der zum jeweiligen Berichtsstichtag des elumeo-Konzerns waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart bzw. Mittelabflüsse hinreichend sicher waren. Etwaige Beträge in Fremdwährung sind grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Beträge für variabel verzinsliche Finanzinstrumente sind unter Verwendung der Zinssätze der letzten Zinsfestsetzung vor bzw. zum Bilanzstichtag ermittelt worden. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem Zeitraum zugeordnet, zu dem die früheste Tilgung möglich ist. Planzahlen für zukünftige neue finanzielle Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt.
Zinsrisiko Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinsen schwanken. Das Risiko des Konzerns betraf in Bezug auf Änderungen der Marktzinssätze in erster Linie die Rahmenkreditlinie der UniCredit Bank AG, bei der eine Zinsmarge auf den variablen EURIBOR-Basiszinssatz angewandt wird. Aufgrund einer erwarteten rückläufigen Entwicklung des Leitzinses der Europäische Zentralbank (EZB) wird das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich betrachtet. Unserer Ansicht nach besteht kein bedeutendes Zinsrisiko für die Zinsaufwendungen nach IFRS 16, da jede Änderung des für die Leasingverträge verwendeten zusätzlichen Kreditzinssatz direkte Auswirkungen auf die entsprechende Leasingverbindlichkeit und das Nutzungsrecht des Vermögenswertes in gleicher Höhe hat elumeo ist derzeit keinem wesentlichen Zins- und Preisrisiko ausgesetzt, das aus Zins- und Preisschwankungen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode resultieren könnte. Kapitalsteuerung Die Ziele des Kapitalmanagements des elumeo-Konzerns sind die Gewährleistung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit sowie die Sicherung der Kapitalbasis zur fortwährenden Finanzierung des Wachstumsvorhabens und die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes. Dabei wird sichergestellt, dass sämtliche Gesellschaften des elumeo-Konzerns unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Darüber hinaus sollen ein angemessenes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sichergestellt werden. Das Kapitalmanagement wird auf Basis verschiedener Leistungsindikatoren und finanzieller Kennzahlen, darunter die Eigenkapitalquote auf konsolidierter Basis, fortlaufend überwacht. Das nach den Vorschriften der IFRS für den elumeo-Konzern ermittelte Eigenkapital soll 50,0% der Bilanzsumme nicht unterschreiten. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag 8,1% (31. Dezember 2024: 22,1%) und hat damit den Zielwert von 50% deutlich unterschritten. Ziel der zukünftigen Kapitalsteuerung ist es, durch die Verbesserung der Ertragslage, mittel- bis langfristig wieder eine Eigenkapitalquote von 50,0% der Bilanzsumme zu gewährleisten. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Der elumeo-Konzern identifiziert den Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen in Übereinstimmung mit IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Wesentliche nahestehende Unternehmen und Personen der elumeo SE sind:
Herr Wolfgang Boyé ist die ultimate controlling party.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden folgende wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Verwaltungsrat Die nicht geschäftsführenden Mitglieder des Verwaltungsrats haben im Geschäftsjahr 2025, ausschließlich für ihre Tätigkeit als Organmitglieder der Gesellschaft, eine Gesamtvergütung nach § 285 Nr. 9a HGB in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 160) erhalten. Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte der nicht geschäftsführenden Mitglieder des Verwaltungsrats beträgt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 1.875 Optionsrechte (31. Dezember 2024: 2.875 Optionsrechte). Geschäftsführende Direktoren Die geschäftsführenden Direktoren haben im Geschäftsjahr 2025 Bezüge von TEUR 420 (Im Vorjahr: TEUR 421) erhalten. Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen TEUR 18 (Im Vorjahr: TEUR 17) Die Anzahl der ausstehenden Optionsrechte der geschäftsführenden Direktoren beträgt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 81.000 Optionsrechte (31. Dezember 2024: 102.500 Optionsrechte). Die weiteren Angaben nach § 162 AktG sind dem Vergütungsbericht zu entnehmen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Der elumeo-Konzern hat Zahlungsverpflichtungen aus nicht kündbaren vertraglichen Vereinbarungen über die Verbreitung und die Ausstrahlung seiner Fernsehprogramme bzw. die Verwaltung von Programmplätzen. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, Kündigungsrechte sowie Preisanpassungsklauseln. Die künftigen Brutto-Mindestzahlungen zum 31. Dezember 2025 und 2024 aufgrund von nicht kündbaren TV-Übertragungs- und Programmplatzverwaltungsverträgen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Bei der Ermittlung der künftigen Brutto-Mindestzahlungen wurde der frühestmögliche Kündigungszeitpunkt der Verträge zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde beschlossen, sämtliche Geschäftsaktivitäten der Produktionsgesellschaft PWK Jewelry Company Limited, Bangkok, Thailand („PWK“), zu beenden und eine geordnete Liquidation der Produktionsgesellschaft unter Eigenverwaltung durch Verwertung der vorhandenen Vermögenswerte vorzunehmen („aufgegebener Geschäftsbereich PWK“). Sämtliche Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft wurden bis zum Jahresende 2018 vollständig eingestellt, die Gesellschaft wurde zum 31.12.2018 entkonsolidiert. Im Zusammenhang mit der ungeordneten Abwicklung der PWK bestanden im Vorjahr Eventualverbindlichkeiten von EUR 3,8 Mio. Da der zugrunde liegende Sachverhalt verjährt ist erachten wir diese Eventualverbindlichkeiten als nicht mehr gegeben. Ergänzende Erläuterungen nach HGB Anteilsbesitz Die elumeo SE hielt im Geschäftsjahr 2025, direkt oder mittelbar über zwischengeschaltete Tochtergesellschaften, 100% der Geschäftsanteile an den folgenden Gesellschaften. Die Gesellschaften werden bis auf die in Abwicklung befindende PWK vollkonsolidiert.
Mitarbeiteranzahl Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich in der Berichtsperiode wie folgt entwickelt:
Gemäß Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten der Verwaltungsrat und die Geschäftsführenden Direktoren in der Erklärung zur Unternehmensführung zur Corporate Governance der Gesellschaft. Die Erklärung zur Unternehmensführung des Verwaltungsrats und der Geschäftsführenden Direktoren der elumeo SE ist im Volltext dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.elumeo.com/investor-relations/corporate-governance zugänglich gemacht. Der Verwaltungsrat Die Gesellschaft hat eine monistische Leitungsstruktur mit dem Verwaltungsrat als zentrales Leitungs- und Kontrollorgan. Der Verwaltungsrat der elumeo SE setzt sich aus den geschäftsführenden Direktoren und den nicht geschäftsführenden Mitgliedern zusammen. Während des Geschäftsjahres 2025 waren folgende Personen geschäftsführende Direktoren bzw. Mitglieder des Verwaltungsrats:
Im Geschäftsjahr 2025 bestanden bei Herrn Christian Senitz folgende weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 Abs. 1 AktG:
Konzernzugehörigkeit nach § 312 Abs. 2 HGB Die elumeo SE erstellt als deutsche Muttergesellschaft des elumeo-Konzerns für den größten Kreis von Unternehmen den obersten Konzernabschluss. Der Konzernabschluss der elumeo SE wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt (§ 315e HGB). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Honorar des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Die im Berichtsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer, die Forvis Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, betragen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Berlin, den 11. Juni 2026 elumeo SE Die geschäftsführenden Direktoren
Florian Spatz Boris Kirn
Erklärung gem. § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB „Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des elumeo-Konzerns vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des elumeo-Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des elumeo-Konzerns beschrieben sind.“
Berlin, den 11. Juni 2026
elumeo SE Die geschäftsführenden Direktoren
Florian Spatz Boris Kirn
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der elumeo SE, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie dem Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der elumeo SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Umsatzrealisation und Erlösabgrenzung Zugehörige Informationen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht Im Konzernanhang werden in Abschnitt E. „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ertrags- und Aufwandsrealisierung“ Ausführungen zur Umsatzrealisation und Erlösabgrenzung im Konzernabschluss vorgenommen. Die Absatzmärkte und die Vertriebsstrategie sind im Konzernlagebericht in Abschnitt A. „Grundlagen des Konzerns – Geschäftsmodell sowie – Strategie- und Ziele des Konzerns“ beschrieben. Sachverhalt und Risiko für die Prüfung Im Geschäftsjahr 2025 hat der elumeo SE Konzern Umsatzerlöse in Höhe von € 39,0 Mio. realisiert. Der elumeo SE Konzern erzielt seine Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Verkauf von Edelsteinschmuck über elektronische Vertriebskanäle. Im Konzernabschluss der Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben für die Realisierung von Umsatzerlösen anhand der in IFRS 15 definierten Kriterien gewürdigt. Neben analytischen Prüfungshandlungen haben wir eine Beurteilung des Kontrollumfelds und der eingerichteten Kontrollen zur periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse und erwarteten Rücksendungen vorgenommen. In Stichproben haben wir das Bestehen von zugehörigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nachvollzogen. Mit Hilfe der von den Versanddienstleistern mitgeteilten Laufzeiten und Zustellstatistiken haben wir die für die Erlösabgrenzung in Ansatz gebrachte durchschnittliche Versanddauer der Kundensendungen verprobt. Die im Konzern zugrunde gelegten Retourenquoten für die Erlösabgrenzung haben wir zudem mit internen Rücksendungsstatistiken des Konzerns abgeglichen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend begründet sind, um die sachgerechte Bilanzierung der Umsatzerlöse zu gewährleisten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem:
Der Verwaltungsrat ist für den Bericht des Verwaltungsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und – sofern einschlägig – die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB Prüfungsurteil Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei 391200KOQF8RGMZ3XK74-2025-12-31-1-de.xbri (MD5-Hashwert: dd630b9a7769c31d911facc9668d5b45) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als „ESEF-Unterlagen“ bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat („ESEF-Format“) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden „Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt „Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen“ weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für die ESEF-Unterlagen Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses. Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 20. Juni 2025 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses gewählt. Wir wurden am 1. Dezember 2025 vom Verwaltungsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der elumeo SE tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. SONSTIGER SACHVERHALT – VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht – auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen – sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Pannewitz.
Berlin, 12. Juni 2026 Forvis Mazars GmbH & Co. KG Udo Heckeler Frank Pannewitz
Impressum
Herausgeber elumeo SE Erkelenzdamm 59/61 10999 Berlin Deutschland
Investor Relations Tel.: +49 30 69 59 79 - 231 Fax: +49 30 69 59 79 - 650 E-Mail: ir@elumeo.com www.elumeo.com
Fotos: elumeo SE
Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Bei Unterschieden ist die deutsche Fassung maßgeblich. Als digitale Version stehen der vorliegende Geschäftsbericht der elumeo SE sowie die Zwischenberichte jeweils im Internet unter www.elumeo.com in der Rubrik „Investor Relations / Publikationen / Finanzberichte“ zur Verfügung.
Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Verwaltungsrats sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren gehören insbesondere die im Risikobericht genannten Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
[1] Quelle: handelsblatt.de, https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/bip-schaetzung-euro-wirtschaft-verliert-an-schwung-plus-von-02-prozent/100206191.html [2] Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_017_811.html#:~:text= [3] Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6702/umfrage/bruttoinlandsprodukt-prognose-des-diw/ [4] Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_019_611.html#:~:text= [5] Quelle: statista.de, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/ [6] Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/196622/umfrage/preis-fuer-eine-unze-feingold-london-vormittagsfixing/ [7] Quelle: https://www.gold.de/kurse/goldpreis/entwicklung/2025/ [8] Quelle: https://www.finanzen.net/rohstoffe/silberpreis#historisch [9] Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/silber-rekord-beim-silberpreis-unze-kostet-mehr-als-100-dollar/100194086.html [10] Quelle: e-tailment, https://etailment.de/news/stories/e-commerce-trendwende-e-commerce-waechst-um-32-prozent-auf-831-milliarden-euro-25355 [11] Quelle: Handelsverbandes Deutschland (hde), https://einzelhandel.de/images/Konjunktur/Online_Monitor_2025_HDE.pdf [12] Quelle: Verbandes Privater Medien (VAUNET), https://vau.net/pressemeldungen/vaunet-prognose-2025-audio-und-audiovisuelle-medien-in-deutschland-erstmals-mit-ueber-16-mrd-euro-umsatz/#:~:text=Ums%C3%A4tze%20aus%20Pay%2DAngeboten%20und, [13] Quelle: https://de.statista.com/prognosen/488012/prognose-der-e-commerce-nutzer-in-deutschland, 28.03.2024 [14] Quelle: statista, , https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1347456/umfrage/umsatz-mit-schmuck-weltweit/, 10.10.2024 [15] Quelle: https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip/
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